Rundreise durch Island in 7 Tagen: Die besten Angebote und Hotels - Voyage Privé

Island Rundreise 7 Tage


Sommaire

Die perfekte Route für Ihre 7-tägige Island-Rundreise

Von Reykjavík zum Golden Circle : Der klassische Einstieg

Der Golden Circle bildet den idealen Auftakt jeder Island-Rundreise und lässt sich bequem als Tagesausflug von Reykjavík aus bewältigen. Diese etwa 300 Kilometer lange Route vereint drei der bekanntesten Naturphänomene des Landes : den Þingvellir-Nationalpark, wo die eurasische und nordamerikanische Kontinentalplatte auseinanderdriften, den explosiven Geysir Strokkur, der alle 5 bis 10 Minuten eine Wasserfontäne bis zu 30 Meter in die Höhe schießt, sowie den imposanten Wasserfall Gullfoss, dessen zweistufiger Sturz in eine tiefe Schlucht zu den fotogensten Motiven der Insel zählt. Die geologische Bedeutung des Þingvellir geht weit über die tektonische Besonderheit hinaus, denn hier wurde im Jahr 930 das erste demokratische Parlament Europas pas gegründet. Nach diesem intensiven ersten Tag empfiehlt sich eine Übernachtung in der Region Selfoss oder Hveragerði, wo zahlreiche Unterkünfte mit eigenem Zugang zu geothermalen Bädern locken und die perfekte Gelegenheit bieten, die Muskeln nach der Anreise zu entspannen.

Die dramatische Südküste : Wasserfälle und schwarze Strände

Tag 2 und 3 führen entlang der spektakulären Südküste, wo sich Naturwunder in atemberaubender Dichte aneinanderreihen. Der Seljalandsfoss ermöglicht das einzigartige Erlebnis, hinter den Wasservorhang zu spazieren – ein Fotomotiv, das seinesgleichen sucht, auch wenn Sie mit nasser Kleidung rechnen sollten. Wenige Kilometer weiter östlich donnert der Skógafoss mit einer Breite von 25 Metern und einer Fallhöhe von 60 Metern in die Tiefe, während der aufsteigende Sprühnebel bei Sonnenschein regelmäßig Regenbogen zaubert. Die Küstenstraße führt anschließend zum Reynisfjara, jenem legendären schwarzen Sandstrand bei Vík, dessen Basaltsäulen wie Orgelpfeifen aus dem Fels ragen und wo die Brandung mit solcher Kraft gegen die Küste schlägt, dass höchste Vorsicht geboten ist. Das pittoreske Dorf Vík mit seiner auf einem Hügel thronenden Kirche bietet nicht nur exzellente Restaurants mit frischem Fisch, sondern auch komfortable Unterkünfte, von denen aus Sie den Sonnenuntergang über dem Atlantik bewundern können.

Gletscherlagunen und Diamantenstrand : Naturschauspiel pur

Der 4. Tag steht ganz im Zeichen des Vatnajökull, Europas größtem Gletscher, und seiner spektakulären Ausläufer. Die Jökulsárlón-Gletscherlagune präsentiert sich als surreales Meisterwerk der Natur : Eisberge in allen erdenklichen Blautönen treiben gemächlich durch das glasklare Wasser, während Robben zwischen den schwimmenden Giganten auf Nahrungssuche gehen. Eine Bootstour durch die Lagune bringt Sie hautnah an die jahrhundertealten Eismassen heran und vermittelt ein tiefes Verständnis für die Kraft der Gletscher. Direkt gegenüber der Lagune, auf der anderen Seite der Ringstraße, liegt der sogenannte Diamond Beach, wo angeschwemmte Eisblöcke auf dem schwarzen Vulkansand wie geschliffene Diamanten glitzern – ein Anblick von solch überwältigender Schönheit, dass selbst erfahrene Reisende ins Staunen geraten. Für Abenteuerlustige bietet sich an diesem Tag auch die Möglichkeit, an einer geführten Gletscherwanderung oder der Erkundung einer natürlichen Eishöhle teilzunehmen, wobei letztere nur in den Wintermonaten zugänglich sind.

Unterkünfte und Reiseoptionen für anspruchsvolle Entdecker

Autotouren und geführte Rundreisen : Vor- und Nachteile

Bei der Planung Ihrer 7-tägigen Island-Reise stehen grundsätzlich zwei Optionen zur Wahl : die flexible Autotour in Eigenregie oder die entspannte geführte Busrundreise. Eine Autotour gewährt maximale Freiheit bei der Tagesgestaltung, ermöglicht spontane Stopps an weniger bekannten Sehenswürdigkeiten und erlaubt es, das Tempo selbst zu bestimmen – ideal für Fotografen, die auf besondere Lichtverhältnisse warten möchten, oder für Paare, die abgelegene Orte fernab der Touristenströme erkunden wollen. Die Straßenverhältnisse in Island sind außerhalb der Hochlandpisten gut befahrbar, wobei ein Allradfahrzeug in den Sommermonaten für die Ringstraße nicht zwingend erforderlich ist. Geführte Rundreisen hingegen bieten den Vorteil eines deutschsprachigen Reiseleiters, der fundiertes Wissen über Geologie, Geschichte und Kultur vermittelt, sowie die Gewissheit, dass alle logistischen Details professionell organisiert sind. Zudem entfallen die Herausforderungen der Navigation und Parkplatzsuche an beliebten Attraktionen, was gerade in der Hochsaison von Juni bis August erheblich Zeit spart.

Empfehlenswerte Hotels entlang der Route

Für die Autotour durch den Süden Islands in 4 bis 7 Nächten stehen sorgfältig ausgewählte Unterkünfte zur Verfügung, die sich durch ihre strategische Lage entlang der Hauptroute auszeichnen und sowohl Standard- als auch Comfort-Kategorien umfassen. Diese Autotour-Pakete beinhalten einen vollwertigen Mietwagen und führen Sie zu den Highlights der Südküste, darunter Skógafoss, Jökulsárlón und der Golden Circle, wobei detaillierte Informationen zu Mietbedingungen und Zusatzleistungen für absolute Transparenz sorgen. Wer eine umfassendere Erkundung bevorzugt, findet in der Autotour in 7 oder 9 Nächten eine hervorragende Alternative, die neben dem Golden Circle auch die mystische Halbinsel Snæfellsnes sowie die geothermalen Wunder der Mývatn-Region einschließt und sogar Verlängerungsoptionen in Reykjavík bietet. Für Selbstfahrer, die absolute Flexibilität schätzen, empfiehlt sich die Autotour in Eigenregie zur Entdeckung der Landschaftswunder Islands, bei der Sie Ihre eigene Route entlang der Ringstraße zusammenstellen und aus zahlreichen optionalen Aktivitäten wie Bootstouren und Gletscherexkursionen wählen können.

Die klassische Rundreise : Komfort ohne Kompromisse

Reisende, die den Komfort einer vollorganisierten Tour schätzen, finden in der geführten Rundreise zur Entdeckung Islands über 8 Tage und 7 Nächte das perfekte Angebot. Diese Busreise führt Sie zu sämtlichen Highlights wie dem Golden Circle, der Jökulsárlón-Lagune, dem Mývatn-See und dem gewaltigen Dettifoss, wobei alle Transfers, ausgewählte Eintritte und eine deutschsprachige Reiseleitung im Preis inbegriffen sind. Die Route folgt weitgehend der berühmten Ringstraße, was auch in der Bus-Rundreise entlang der Route Nummer 1 der Fall ist, die sich über 8 Tage erstreckt und besonders für Gäste eignet, die nicht selbst fahren möchten. Ein besonderes Highlight stellt die Autotour durch Island mit Blue Lagoon dar, die wahlweise als 4- oder 7-Nächte-Variante buchbar ist und ein Komfort-Ticket für die weltberühmte Blaue Lagune einschließt – die perfekte Kombination aus Naturerlebnis und Wellness.

Die nördlichen Highlights : Mývatn und darüber hinaus

Der Mývatn-See : Geothermales Wunderland

Der Mývatn-See im Norden Islands präsentiert sich als eines der geologisch aktivsten Gebiete Europas und verdient mindestens einen vollen Tag Aufmerksamkeit. Die Umgebung des Sees vereint nahezu alle vulkanischen Phänomene, die Island zu bieten hat : brodelnde Schlammtöpfe im Hverir-Geothermalgebiet, deren schwefelhaltige Dämpfe die Luft erfüllen, bizarre Lavaformationen bei Dimmuborgir, die an eine surreale Festung erinnern, sowie Pseudokrater am Ufer des Sees, die durch explosive Wechselwirkungen von Lava und Wasser entstanden sind. Das Mývatn Nature Bath bietet eine weniger überlaufene Alternative zur Blauen Lagune und lädt mit seinem mineralreichen, azurblauen Wasser zur Entspannung ein, während Sie den Blick über die vulkanische Landschaft schweifen lassen. In der Nähe finden sich auch die beeindruckenden Grjótagjá-Höhlen, deren heißes Thermalwasser einst zum Baden genutzt wurde, heute aber aufgrund zu hoher Temperaturen nur noch ein fotogenes Ausflugsziel darstellt.

Dettifoss und Ásbyrgi : Naturgewalten im Nordosten

Etwa eine Fahrstunde östlich des Mývatn wartet der Dettifoss, Europas mächtigster Wasserfall, der mit einer Durchflussmenge von bis zu 500 Kubikmetern pro Sekunde eine schiere Urgewalt demonstriert. Die graue Gletschermilch des Jökulsá á Fjöllum stürzt hier 44 Meter in die Tiefe und erzeugt einen ohrenbetäubenden Lärm sowie eine permanente Gischwolke, die das Gestein in der Umgebung feucht glänzen lässt. Die Zufahrt erfolgt entweder über die westliche Schotterstraße 862 oder die östliche asphaltierte Route 864, wobei beide Seiten unterschiedliche Perspektiven auf dieses Naturschauspiel bieten. Südlich des Dettifoss liegt die hufeisenförmige Schlucht Ásbyrgi, deren bis zu 100 Meter hohe Felswände einen üppig bewachsenen Talkessel umschließen – der nordischen Mythologie zufolge entstand diese Formation durch den Hufabdruck von Sleipnir, dem achtbeinigen Pferd des Gottes Odin, während Geologen eine katastrophale Gletscherflut als Ursache identifiziert haben.

Akureyri : Die charmante Hauptstadt des Nordens

Akureyri, die größte Stadt außerhalb der Hauptstadtregion, empfängt Besucher mit einer überraschend urbanen Atmosphäre inmitten spektakulärer Fjordlandschaft. Die kompakte Innenstadt lädt zum Flanieren ein, wobei der Botanische Garten mit seiner beeindruckenden Sammlung arktischer und subarktischer Pflanzen selbst in den Sommermonaten für Staunen sorgt. Von Akureyri aus starten zahlreiche Walbeobachtungstouren in den Eyjafjörður, wo Buckelwale, Zwergwale und gelegentlich sogar Orcas gesichtet werden können – ein unvergessliches Erlebnis, das die maritime Seite Islands eindrucksvoll unterstreicht. Die Stadt verfügt über exzellente Restaurants, die regionale Spezialitäten wie frischen Fisch aus dem nahen Atlantik, zartes Lammfleisch von den umliegenden Weiden sowie innovative nordische Küche servieren, was nach Tagen voller Naturerlebnisse eine willkommene kulinarische Bereicherung darstellt.

Praktische Aspekte Ihrer 7-tägigen Island-Rundreise

Die beste Reisezeit : Mitternachtssonne oder Nordlichter

Die Wahl der Reisezeit beeinflusst das Erlebnis einer Island-Rundreise fundamental und hängt von persönlichen Präferenzen ab. Die Sommermonate von Juni bis August bieten nahezu 24 Stunden Tageslicht, was maximale Flexibilität bei der Tagesplanung ermöglicht und auch späte Fotosessions in der Mitternachtssonne erlaubt – die Landschaft erstrahlt in sattem Grün, alle Straßen sind problemlos befahrbar, und die Temperaturen bewegen sich im angenehmen Bereich zwischen 10 und 15 Grad Celsius. Der Preis für diese Vorzüge ist allerdings eine deutlich höhere Besucherzahl an den populären Sehenswürdigkeiten sowie entsprechend gestiegene Übernachtungspreise. Die Monate Mai und September gelten als Geheimtipp für erfahrene Reisende : Die Touristenströme ebben ab, die Preise sinken spürbar, und die Wahrscheinlichkeit, Nordlichter zu sehen, steigt bereits im September deutlich an, während die Straßenverhältnisse noch weitgehend unkompliziert bleiben. Winterreisen von November bis März richten sich an Abenteurer, die Eishöhlen erkunden und Polarlichter jagen möchten, erfordern jedoch deutlich mehr Planung und Flexibilität aufgrund kürzerer Tageslichtstunden und potenziell schwieriger Straßenverhältnisse.

Budget und Kosten : Realistische Kalkulation

Eine 7-tägige Island-Rundreise erfordert ein realistisches Budget, denn die Insel zählt zu den kostspieligeren Reisezielen Europas. Für Unterkünfte sollten Sie je nach Komfortniveau zwischen 80 und 200 Schweizer Franken pro Nacht und Zimmer einplanen, wobei die Preise in der Hochsaison deutlich steigen und Frühbucher-Vorteile erhebliche Ersparnisse ermöglichen. Die Verpflegungskosten liegen höher als in Mitteleuropa : Ein Hauptgericht in einem durchschnittlichen Restaurant kostet zwischen 25 und 40 Schweizer Franken, weshalb viele Reisende auf Selbstversorgung setzen und in Supermärkten einkaufen, was das Budget erheblich schont. Mietwagen schlagen mit 50 bis 100 Schweizer Franken pro Tag zu Buche, abhängig von Fahrzeugkategorie und Versicherungsumfang, während Benzinpreise etwa 20 % über dem deutschen Niveau liegen. Aktivitäten wie Gletscherwanderungen, Bootstouren oder Walbeobachtungen kosten zwischen 80 und 150 Schweizer Franken pro Person, weshalb eine selektive Auswahl ratsam ist. Alles in allem sollten Sie für eine komfortable 7-tägige Rundreise inklusive Flug mit einem Budget von 2.000 bis 3.500 Schweizer Franken pro Person rechnen, wobei sparsamere Reisende mit etwa 1.500 Schweizer Franken auskommen können.

Packliste und Ausrüstung

Das isländische Wetter ist berüchtigt für seine Unberechenbarkeit – ein altes Sprichwort besagt : "Wenn dir das Wetter nicht gefällt, warte fünf Minuten" – weshalb die richtige Ausrüstung entscheidend für den Reisekomfort ist. Das Zwiebelprinzip bewährt sich optimal : Funktionsunterwäsche als Basis, darüber eine wärmende Schicht aus Fleece oder Wolle, abgeschlossen durch eine wind- und wasserdichte Außenjacke mit versiegelten Nähten. Auch im Sommer sind warme Kleidungsstücke unverzichtbar, da Temperaturen besonders in höheren Lagen oder bei Wind deutlich sinken können. Robustes Schuhwerk mit gutem Profil und Wasserdichtigkeit ist Pflicht, da viele Sehenswürdigkeiten über unebenes Terrain erreicht werden und Regen jederzeit einsetzen kann. Eine hochwertige Kamera mit wechselbaren Objektiven fängt die spektakulären Landschaften am besten ein, wobei ein Weitwinkelobjektiv für Panoramen und ein Teleobjektiv für Details gleichermaßen nützlich sind. Vergessen Sie nicht Sonnenbrille und Sonnencreme, denn die Intensität der UV-Strahlung wird oft unterschätzt, während eine wiederverwendbare Wasserflasche überall mit reinstem Leitungswasser gefüllt werden kann – Island verfügt über das sauberste Trinkwasser der Welt.

Kulinarische Entdeckungen und kulturelle Einblicke

Isländische Küche : Von traditionell bis innovativ

Die isländische Gastronomie hat sich in den vergangenen Jahren von ihren rustikalen Wurzeln zu einer international beachteten Szene entwickelt, die traditionelle Zutaten mit modernen Techniken kombiniert. Frischer Fisch und Meeresfrüchte dominieren die Speisekarten : Lachs, Kabeljau und Heilbutt werden oft als Tagesfang angeboten und in verschiedensten Zubereitungen serviert, von klassisch gebraten bis hin zu innovativen Sushi-Variationen. Lammfleisch genießt aufgrund der einzigartigen Aufzucht einen legendären Ruf – die Schafe grasen frei in den Bergen und ernähren sich von aromatischen Kräutern, was dem Fleisch einen unverwechselbaren Geschmack verleiht. Mutige Genießer sollten traditionelle Spezialitäten wie Hákarl (fermentierter Hai) oder Svið (gekochter Schafskopf) probieren, auch wenn diese gewöhnungsbedürftig sind und eher als kulturelle Erfahrung denn als kulinarischer Hochgenuss gelten. Skyr, ein proteinreiches Milchprodukt zwischen Joghurt und Quark, hat längst internationale Verbreitung gefunden und wird in Island zum Frühstück ebenso wie als Dessert geschätzt. Die Bäckereien des Landes überraschen mit köstlichen Zimtschnecken und anderen Gebäcksorten, die perfekt zu einer Kaffeepause passen.

Geothermale Bäder : Entspannung zwischen den Etappen

Geothermale Bäder gehören zur isländischen Kultur wie Wasserfälle zur Landschaft und bieten nach aktiven Tagen die perfekte Möglichkeit zur Regeneration. Die Blaue Lagune nahe Reykjavík ist zweifellos die bekannteste, deren milchig-blaues, mineralreiches Wasser bei etwa 38 Grad Celsius eine wohltuende Wirkung auf Haut und Muskeln entfaltet – allerdings rechtfertigt der stolze Eintrittspreis von 50 bis 100 Schweizer Franken die Erwartungen nur, wenn man die gesamte Spa-Erfahrung mit Saunen, Dampfbädern und Gesichtsmasken ausnutzt. Authentischer und deutlich preiswerter präsentieren sich lokale Schwimmbäder wie das Seljavallalaug, ein in den Hang gebautes historisches Becken inmitten grüner Hügel, oder die Reykjadalur Hot Springs, wo ein warmer Fluss durch ein Tal strömt und zum Baden einlädt – allerdings erst nach einer etwa einstündigen Wanderung. Die Mývatn Nature Baths im Norden bieten ein vergleichbares Erlebnis wie die Blaue Lagune zu einem Bruchteil des Preises und mit deutlich weniger Besuchern, was die Entspannung intensiviert. Praktisch jeder größere Ort verfügt über ein öffentliches Schwimmbad mit heißen Töpfen verschiedener Temperaturen, wo Einheimische sich treffen und austauschen – eine wunderbare Gelegenheit, die isländische Badekultur authentisch zu erleben.

Reykjavík : Zwischen Tradition und Moderne

Die Hauptstadt Reykjavík verdient mindestens einen vollen Tag Aufmerksamkeit und eignet sich perfekt als Start- oder Endpunkt Ihrer Rundreise. Die kompakte Innenstadt lässt sich bequem zu Fuß erkunden, wobei die Hallgrímskirkja mit ihrer futuristischen Architektur und dem Panoramablick vom Turm ein absolutes Muss darstellt. Die Laugavegur, die Haupteinkaufsstraße, säumen Boutiquen isländischer Designer, Outdoor-Geschäfte und Souvenirläden, während die parallel verlaufende Skólavörðustígur mit Galerien und Kunsthandwerksläden aufwartet. Der alte Hafen hat sich zu einem hippen Viertel entwickelt, wo ehemalige Lagerhallen heute Restaurants, Brauereien und das exzellente Reykjavík Maritime Museum beherbergen. Kulturinteressierte finden im Nationalmuseum einen umfassenden Überblick über die isländische Geschichte von der Besiedlung bis zur Gegenwart, während das Perlan mit seiner Glaskuppel und der interaktiven Ausstellung über isländische Naturphänomene technisch versierte Besucher fasziniert. Das Nachtleben der Stadt überrascht mit einer Vielfalt und Intensität, die man in einer 130.000-Einwohner-Stadt nicht erwarten würde – besonders an Wochenenden erwachen die Bars und Clubs erst nach Mitternacht zum Leben.

Optionale Erweiterungen und Geheimtipps

Die Halbinsel Snæfellsnes

Die Snæfellsnes-Halbinsel westlich von Reykjavík wird oft als "Island in Miniatur" bezeichnet, da sie nahezu alle landschaftlichen Highlights der Insel auf kompaktem Raum vereint. Der namensgebende Snæfellsjökull, ein von einem Gletscher gekrönter Vulkan, inspirierte Jules Verne zu seinem Roman "Reise zum Mittelpunkt der Erde" und thront majestätisch über der Halbinsel. Die malerischen Fischerdörfer Arnarstapi und Hellnar beeindrucken mit dramatischen Klippen, natürlichen Felsbögen und einer reichen Vogelwelt, während der schwarze Kieselstrand Djúpalónssandur mit rostenden Schiffswracks eine melancholische Atmosphäre verströmt. Der Berg Kirkjufell gilt als eines der meistfotografierten Motive Islands – seine perfekt symmetrische Form spiegelt sich im vorgelagerten Wasserfall Kirkjufellsfoss und zieht Fotografen aus aller Welt an. Eine Tagesexkursion oder besser noch eine 2-tägige Erweiterung Ihrer Rundreise ermöglicht es, diese vielfältige Region in angemessenem Tempo zu erkunden, ohne dabei in Zeitdruck zu geraten.

Walbeobachtung und Papageientaucher

Die Gewässer um Island zählen zu den besten Walbeobachtungsgebieten Europas, wobei verschiedene Arten je nach Jahreszeit anzutreffen sind. Von Húsavík im Norden, das sich selbst als Walbeobachtungshauptstadt Europas bezeichnet, starten täglich Touren, bei denen Zwergwale, Buckelwale und Weißschnauzendelfine mit hoher Wahrscheinlichkeit gesichtet werden – in den Sommermonaten liegt die Erfolgsquote bei über 95 %. Die Touren dauern etwa 3 Stunden und führen hinaus in den Skjálfandi-Bucht, wobei warme Kleidung und wetterfeste Ausrüstung trotz bereitgestellter Overalls empfohlen werden. Papageientaucher, die charismatischen Seevögel mit ihren bunten Schnäbeln, nisten von Mai bis August an verschiedenen Küstenabschnitten, wobei die Westmännerinseln und die Klippen von Dyrhólaey besonders große Kolonien beherbergen. Diese possierlichen Vögel zeigen wenig Scheu vor Menschen, was einzigartige Fotogelegenheiten schafft, jedoch sollte stets ein respektvoller Abstand gewahrt werden, um die Tiere nicht zu stören. Robben lassen sich an vielen Küstenabschnitten beobachten, besonders im Jökulsárlón, wo sie zwischen den Eisbergen auf Nahrungssuche gehen und ihre runden Köpfe neugierig aus dem Wasser strecken.

Hochlandpisten

Das isländische Hochland bleibt den meisten Besuchern verborgen, da die unbefestigten F-Straßen nur mit Allradfahrzeugen befahrbar und zudem nur von Juli bis September geöffnet sind. Die berühmteste Route führt nach Landmannalaugar, einem geothermalen Gebiet mit farbenprächtigen Rhyolithbergen in Gelb-, Orange- und Rottönen sowie natürlichen heißen Quellen, in denen man inmitten spektakulärer Landschaft baden kann. Die Anfahrt erfordert die Durchquerung mehrerer Flüsse, was Erfahrung im Geländefahren voraussetzt und mit normalen Mietwagenversicherungen nicht abgedeckt ist – spezialisierte Anbieter verlangen für diese Touren höhere Tarife und zusätzliche Versicherungen. Eine weniger anspruchsvolle Alternative bieten organisierte Super-Jeep-Touren, bei denen erfahrene Guides die Fahrten übernehmen und zusätzlich geologische und historische Informationen vermitteln. Der Kerlingarfjöll, ein weiteres Hochlandgebiet mit dampfenden Fumarolen und bunten Gesteinsformationen, gilt unter Kennern als noch spektakulärer als Landmannalaugar, ist jedoch noch schwieriger zu erreichen. Für eine 7-tägige Erstbesuch-Rundreise empfiehlt sich die Konzentration auf die gut erschlossenen Highlights entlang der Ringstraße, während das Hochland ambitionierten Wiederholungstätern vorbehalten bleiben sollte.

Nachhaltigkeit und verantwortungsvolles Reisen

Umweltschutz in fragiler Natur

Die empfindliche isländische Natur leidet zunehmend unter dem Besucheransturm, weshalb verantwortungsvolles Verhalten jedes einzelnen Reisenden essentiell ist. Das Verlassen markierter Wege mag verlockend erscheinen, schädigt jedoch das langsam wachsende Moos irreparabel – eine einzige Fußspur kann Jahrzehnte sichtbar bleiben und Erosion nach sich ziehen. Wildcamping ist außerhalb ausgewiesener Campingplätze strikt verboten und wird mit empfindlichen Strafen geahndet, da die Hinterlassenschaften die Umwelt belasten und die Landschaft verschandeln. Die Nutzung öffentlicher Toiletten an Sehenswürdigkeiten sollte selbstverständlich sein, ebenso wie das Mitnehmen sämtlichen Mülls – Island kennt das Prinzip "Leave no trace", das buchstäblich zu nehmen ist. Beim Baden in natürlichen heißen Quellen ist gründliches Duschen ohne Badebekleidung vor dem Eintritt hygienischer Standard und wird von den Isländern streng befolgt. Drohnenflüge sind an vielen Orten verboten oder genehmigungspflichtig, da sie Vögel stören und die Privatsphäre anderer Besucher beeinträchtigen – informieren Sie sich vorab über aktuelle Regelungen.

Lokale Wirtschaft unterstützen

Die Unterstützung lokaler Unternehmen trägt zur nachhaltigen Entwicklung Islands bei und bereichert gleichzeitig Ihre Reiseerfahrung. Übernachten Sie in familiengeführten Gästehäusern statt in internationalen Hotelketten, essen Sie in lokalen Restaurants statt in Fast-Food-Ketten, und kaufen Sie Souvenirs direkt von Kunsthandwerkern statt in Touristenshops mit importierter Massenware. Viele Bauernhöfe bieten Übernachtungen an und servieren Produkte aus eigener Herstellung – eine authentische Erfahrung, die persönliche Einblicke in das isländische Landleben gewährt. Geführte Touren mit lokalen Guides vermitteln nicht nur fundiertes Wissen, sondern schaffen auch Arbeitsplätze in ländlichen Regionen, die vom Tourismus profitieren. Der Kauf von isländischer Wolle, handgefertigten Keramikwaren oder lokaler Schokolade unterstützt einheimische Produzenten und garantiert Qualitätsprodukte mit Geschichte. Respektieren Sie Privatgrundstücke und landwirtschaftlich genutzte Flächen – viele fotogene Orte befinden sich auf privatem Land, wo das Betreten nur mit Erlaubnis gestattet ist.

Klimakompensation und bewusste Anreise

Der Flug nach Island verursacht einen erheblichen CO2-Fußabdruck, den bewusste Reisende durch Kompensationsprogramme ausgleichen können. Verschiedene Organisationen bieten die Möglichkeit, die durch den Flug verursachten Emissionen zu berechnen und durch Investitionen in Klimaschutzprojekte zu kompensieren. Vor Ort minimiert die Wahl eines kleineren, sparsamen Mietwagens den Treibstoffverbrauch, während umsichtiges Fahren mit moderaten Geschwindigkeiten zusätzlich Kraftstoff spart. Die Konzentration auf eine Region statt hektisches Abklappern sämtlicher Sehenswürdigkeiten reduziert Fahrtstrecken und schafft gleichzeitig tiefere Erfahrungen. Viele Unterkünfte nutzen geothermale Energie für Heizung und Warmwasser – Island deckt nahezu 100 % seines Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen, was die Umweltbilanz vor Ort verbessert. Vermeiden Sie Einwegplastik, indem Sie wiederverwendbare Wasserflaschen, Kaffeebecher und Einkaufstaschen mitführen. Die Teilnahme an organisierten Strandsäuberungen, die verschiedene Organisationen anbieten, verbindet sinnvolle Umweltarbeit mit der Möglichkeit, Gleichgesinnte kennenzulernen und einen positiven Beitrag zu leisten.

Eine 7-tägige Rundreise durch Island hinterlässt Eindrücke, die ein Leben lang nachwirken. Die Kombination aus spektakulären Naturphänomenen, komfortablen Unterkünften und exzellenter Infrastruktur macht die Insel zum perfekten Ziel für anspruchsvolle Reisende, die Abenteuer und Komfort gleichermaßen schätzen. Ob Sie sich für die Flexibilität einer Autotour oder den Komfort einer geführten Rundreise entscheiden – Island wird Sie mit seiner ungezähmten Schönheit, seiner faszinierenden Geologie und der herzlichen Gastfreundschaft seiner Bewohner verzaubern. Die sorgfältige Planung, die Auswahl hochwertiger Unterkünfte und die Balance zwischen bekannten Highlights und versteckten Juwelen garantieren ein unvergessliches Erlebnis, das die Erwartungen selbst weitgereister Kenner übertrifft.

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Die klassische Route kombiniert den Golden Circle am ersten Tag mit der spektakulären Südküste über Skógafoss und Reynisfjara bis zur Jökulsárlón-Gletscherlagune. Anschließend führt die Strecke entweder zurück über die Südküste nach Reykjavík oder im erweiterten Programm weiter in den Norden zum Mývatn-See und Dettifoss, bevor die Rückkehr über Akureyri und die Westküste erfolgt. Je nach Präferenz lässt sich auch die Snæfellsnes-Halbinsel integrieren. Die Ringstraße bietet exzellente Infrastruktur und verbindet sämtliche Hauptattraktionen.

Für die Ringstraße und alle Hauptsehenswürdigkeiten reicht in den Sommermonaten von Mai bis September ein normaler Mietwagen völlig aus. Allradfahrzeuge werden nur für Hochlandpisten mit F-Straßen-Kennzeichnung benötigt, die ohnehin erst ab Juli geöffnet sind. Achten Sie jedoch auf ausreichenden Versicherungsschutz, da Schotter- und Kiesabschnitte Steinschlag verursachen können. Im Winter empfiehlt sich ein Allrad mit Winterreifen aufgrund möglicher Schnee- und Eisglätte.

Juni bis August bieten maximale Tageslichtdauer und beste Straßenverhältnisse, ziehen aber auch die meisten Besucher an. Mai und September gelten als ideale Reisemonate mit weniger Touristen, moderaten Preisen und bereits möglichen Nordlicht-Sichtungen im September. Wintermonate von November bis März eignen sich für Nordlichtjäger und Eishöhlen-Enthusiasten, erfordern jedoch mehr Flexibilität aufgrund kürzerer Tage und potentiell schwieriger Witterung.

Kalkulieren Sie für eine komfortable Rundreise inklusive Flug zwischen 2.000 und 3.500 Euro pro Person. Unterkünfte kosten 80 bis 200 Euro pro Nacht, Mietwagen etwa 50 bis 100 Euro täglich, Restaurant-Mahlzeiten 25 bis 40 Euro. Sparsamere Reisende kommen mit Selbstversorgung, einfacheren Unterkünften und selektiver Aktivitätenauswahl mit circa 1.500 Euro aus. Hochsaison-Preise liegen deutlich über Nebensaison-Tarifen, weshalb Frühbuchung erhebliche Ersparnisse ermöglicht.

Geführte Busrundreisen eignen sich für Reisende, die entspannt alle Highlights erleben möchten, ohne sich um Navigation und Logistik zu kümmern. Deutschsprachige Guides vermitteln fundiertes Wissen über Geologie und Kultur. Autotouren bieten maximale Flexibilität, ermöglichen spontane Stopps und eignen sich für Fotografen sowie Paare, die ihr eigenes Tempo bestimmen wollen. Die Entscheidung hängt von persönlichen Präferenzen, Fahrerfahrung und dem Wunsch nach Unabhängigkeit versus organisierter Betreuung ab.

Das Zwiebelprinzip mit mehreren Schichten ist essentiell : Funktionsunterwäsche als Basis, wärmende Fleece- oder Wollschicht sowie wind- und wasserdichte Außenjacke mit versiegelten Nähten. Auch im Sommer sind warme Kleidungsstücke unverzichtbar, da Temperaturen besonders bei Wind deutlich sinken. Robustes, wasserdichtes Schuhwerk mit gutem Profil ist Pflicht. Ergänzen Sie Sonnenbrille, Sonnencreme, Mütze und Handschuhe. Das isländische Wetter wechselt schnell, weshalb Vorbereitung auf alle Bedingungen entscheidend ist.

Für Reisen in der Hochsaison von Juni bis August empfiehlt sich Buchung mindestens drei bis sechs Monate im Voraus, da beliebte Unterkünfte und Mietwagen schnell ausgebucht sind. Nebensaison-Reisen erlauben kürzere Vorlaufzeiten von vier bis acht Wochen. Frühbucher profitieren von deutlich günstigeren Preisen bei Flügen und Unterkünften. Flexible Reisende finden gelegentlich kurzfristige Angebote, riskieren jedoch eingeschränkte Verfügbarkeit bei bevorzugten Hotels und Fahrzeugkategorien.

Island eignet sich hervorragend für Familienreisen, da die Infrastruktur ausgezeichnet, die Natur faszinierend und viele Attraktionen kinderfreundlich sind. Wasserfälle, Geysire und Tierbeobachtungen begeistern auch jüngere Reisende. Achten Sie auf kindgerechte Unterkünfte mit Familienzimmern und wählen Sie eine moderate Tageskilometer-Planung, um Stress zu vermeiden. Geothermale Bäder bieten Entspannung für alle Altersgruppen. Autotouren gewähren mehr Flexibilität als Busrundreisen, wenn Kinder Pausen oder spontane Stopps benötigen.

Gletscherwanderungen auf dem Vatnajökull vermitteln eindrucksvolle Erlebnisse auf jahrhundertealtem Eis. Walbeobachtungstouren von Húsavík oder Reykjavík bieten hohe Sichtungswahrscheinlichkeiten. Eishöhlen-Erkundungen sind im Winter spektakulär, erfordern aber Führung. Bootsfahrten durch die Jökulsárlón-Lagune bringen Sie nah an schwimmende Eisberge. Reiten auf Islandpferden durch Lavafelder verbindet Kultur mit Natur. Schnorcheln in der Silfra-Spalte zwischen Kontinentalplatten gilt als einzigartig, erfordert jedoch Kältetoleranz.

Eine umfassende Reiseversicherung mit Kranken-, Rücktritts- und Gepäckschutz ist dringend empfohlen. Medizinische Behandlungen sind kostspielig, weshalb Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport essentiell ist. Bei Mietwagen sollten Sie Vollkasko mit reduzierter Selbstbeteiligung, Steinschlag- und Sandschutz sowie Ascheversicherung abschließen, da Standardversicherungen viele islandtypische Schäden ausschließen. Prüfen Sie Kreditkarten-Versicherungen auf Deckungsumfang. Aktivitäten wie Gletscherwanderungen sind meist durch Veranstalter versichert, doch persönliche Unfallversicherung bietet zusätzlichen Schutz.

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