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Reisen in Argentinien
Sommaire
Argentinien verkörpert die Faszination Südamerikas in ihrer reinsten Form. Zwischen den majestätischen Gipfeln der Anden, den unendlichen Weiten der Pampa und den türkisblauen Gletscherseen Patagoniens entfaltet sich ein Land der unvergleichlichen Kontraste. Hier verschmelzen leidenschaftlicher Tango, erstklassige Gastronomie und atemberaubende Naturlandschaften zu einem unvergesslichen Erlebnis. Buenos Aires verführt mit seiner kosmopolitischen Eleganz, während die Wasserfälle von Iguazú die Sinne mit ihrer gewaltigen Kraft überwältigen. Ganz im Süden, wo der Beagle-Kanal die Route zu den chilenischen Fjorden weist, offenbart sich eine Wildnis von archaischer Schönheit. Argentinien ist nicht nur ein Reiseziel – es ist eine Einladung, die Seele Südamerikas zu entdecken.
Warum Argentinien das Land der Leidenschaft und der Kontraste ist
Kultur der Pampa und der Metropole
Buenos Aires trägt zu Recht den Beinamen "Paris Südamerikas". Die argentinische Hauptstadt beeindruckt mit ihrer einzigartigen Mischung aus europäischer Architektur und lateinamerikanischer Lebensfreude. In den Strassen von San Telmo und La Boca pulsiert das kulturelle Herz der Nation. Die farbenprächtigen Fassaden der Konventillos erzählen von der Geschichte italienischer Einwanderer, während in den Milongas der Stadt der Tango seine melancholische Magie entfaltet. Der Recoleta-Friedhof mit den Mausoleen der Aristokratie und dem Grab von Evita Perón zeugt von der bewegten Vergangenheit des Landes. Die Plaza de Mayo bildet seit Jahrhunderten das politische Zentrum, flankiert von der Casa Rosada, dem prächtigen rosa Regierungspalast. Moderne Hochhäuser in Puerto Madero kontrastieren mit den historischen Vierteln und zeigen die Dynamik dieser pulsierenden Metropole.
Jenseits der urbanen Zentren erstreckt sich die Pampa – jene legendäre Graslandschaft, die das Herzstück der argentinischen Identität bildet. Hier leben die Gauchos, die stolzen Rinderhirten, deren Lebensweise tief in der Tradition verwurzelt ist. Ein Aufenthalt auf einer authentischen Estancia gewährt tiefe Einblicke in diese faszinierende Kultur. Man erlebt, wie die Gauchos ihr Handwerk ausüben, nimmt an Ausritten durch die unendlichen Ebenen teil und geniesst die herzliche Gastfreundschaft der Landbevölkerung. Die Estancia El Ombú de Areco beispielsweise lädt zu unvergesslichen Begegnungen mit dieser einzigartigen Lebensart ein, bei denen traditionelle Folklore und die kulinarischen Köstlichkeiten der Region im Mittelpunkt stehen.
Die argentinische Küche gilt als eine der raffiniertesten Südamerikas. Das Asado, das traditionelle Barbecue, ist weit mehr als eine Mahlzeit – es ist ein gesellschaftliches Ritual, bei dem erstklassiges Rindfleisch über offener Glut perfekt zubereitet wird. Die argentinischen Rinder, die auf den weiten Weideflächen der Pampa grasen, liefern Fleisch von aussergewöhnlicher Qualität. Dazu serviert man vorzugsweise einen Malbec aus der Region Mendoza, dessen vollmundiger Charakter hervorragend mit dem kräftigen Geschmack des Fleisches harmoniert. Empanadas, gefüllte Teigtaschen mit unterschiedlichsten Füllungen, und Dulce de Leche, eine cremige Karamellspezialität, runden das kulinarische Erlebnis ab. In den eleganten Restaurants von Buenos Aires vereinen sich europäische Raffinesse und argentinische Grosszügigkeit zu gastronomischen Kreationen höchster Güte.
Spektakuläre Naturwunder
Patagonien verkörpert die ungezähmte Wildnis in ihrer erhabensten Form. Diese Region im äussersten Süden Argentiniens verzaubert mit einer Landschaft, die von gewaltigen Gletschern, kristallklaren Bergseen und schroffen Andengipfeln geprägt ist. Der Perito Moreno Gletscher bei El Calafate zählt zu den beeindruckendsten Naturphänomenen der Erde. Diese mächtige Eismasse erstreckt sich über 250 Quadratkilometer und kalbt regelmässig mit donnernden Geräuschen in den Lago Argentino. Die Möglichkeit, auf dem Gletscher zu wandern oder ihn bei einer Bootsfahrt aus nächster Nähe zu betrachten, hinterlässt unvergessliche Eindrücke. Weiter nördlich ragt das Fitz Roy Massiv bei El Chaltén majestätisch in den Himmel. Diese gezackten Granitspitzen, umgeben von türkisfarbenen Lagunen und uralten Südbuchen-Wäldern, bieten einige der spektakulärsten Wanderrouten der Welt. Die klare, reine Luft und die atemberaubenden Panoramen machen jeden Schritt zu einem Erlebnis.
Die Iguazú-Wasserfälle an der Grenze zu Brasilien gehören zweifellos zu den grandiosesten Naturschauspielen des Planeten. Über 270 einzelne Wasserfälle stürzen hier auf einer Breite von fast drei Kilometern bis zu 80 Meter in die Tiefe. Die argentinische Seite des Nationalparks ermöglicht es, den Wasserfällen besonders nahe zu kommen. Der Höhepunkt ist die Garganta del Diablo (Teufelsschlund), wo die gewaltige Wassermasse mit ohrenbetäubendem Lärmen in den Abgrund donnert und eine ständige Gischt aufsteigt, die Regenbögen in die Luft zaubert. Die umliegenden subtropischen Regenwälder beherbergen eine aussergewöhnliche Artenvielfalt – Tukane, Schmetterlinge und Brüllaffen bevölkern diese grüne Oase. Ein Besuch auf beiden Seiten der Grenze, der argentinischen und der brasilianischen, bietet völlig unterschiedliche Perspektiven auf dieses Weltnaturerbe.
Der Nordwesten Argentiniens präsentiert sich in völligem Kontrast zum feuchten Süden. Die Provinz Salta und die umliegenden Regionen zeichnen sich durch karge, aber farbintensive Wüstenlandschaften aus. Die Quebrada de Humahuaca, ein schmales Hochtal, besticht durch ihre spektakulären geologischen Formationen in leuchtenden Rot-, Orange- und Violetttönen. Der Cerro de los Siete Colores (Berg der sieben Farben) bei Purmamarca ist ein visuelles Wunderwerk, dessen Farbschichten Jahrmillionen geologischer Geschichte offenbaren. Koloniale Städtchen wie Tilcara und Humahuaca bewahren die Traditionen der indigenen Kulturen und bieten Zugang zu präkolumbianischen Ruinen. Die hochgelegenen Salzseen und kargen Hochebenen der Puna vermitteln ein Gefühl völliger Abgeschiedenheit und stiller Erhabenheit.
Das "Ende der Welt"
Ushuaia, die südlichste Stadt der Erde, thront an den Ufern des Beagle-Kanals vor der dramatischen Kulisse der schneebedeckten Martial-Berge. Diese Stadt auf Feuerland (Tierra del Fuego) dient als Tor zu den unwirtlichsten und zugleich faszinierendsten Regionen des Planeten. Der Feuerland-Nationalpark bietet zahlreiche Wanderwege durch unberührte Wälder, entlang kristallklarer Flüsse und zu abgelegenen Buchten. Der legendäre Zug am Ende der Welt fährt durch diese wilde Landschaft und erinnert an die Zeit, als Sträflinge hier Holz für die Gefängnisstadt schlugen. Eine Fahrt auf dem Beagle-Kanal führt zu den Seelöwenkolonien und zum Leuchtturm Les Éclaireurs, der oft fälschlicherweise als "Leuchtturm am Ende der Welt" bezeichnet wird.
Von Ushuaia aus starten zahlreiche Expeditionskreuzfahrten in Richtung Antarktis. Diese Reisen zu den eisigen Gebieten der Südsee-Inseln und der antarktischen Halbinsel zählen zu den aussergewöhnlichsten Abenteuern, die man erleben kann. Die Drake-Passage, jene berüchtigte Meerenge zwischen Südamerika und der Antarktis, stellt selbst für moderne Schiffe eine Herausforderung dar. Die Belohnung ist der Anblick gewaltiger Eisberge, die Begegnung mit Pinguinkolonien, Robben und Walen in ihrer natürlichen Umgebung. Selbst wenn die Antarktis nicht auf dem Programm steht, vermittelt Ushuaia ein einzigartiges Gefühl der Abgeschiedenheit und markiert symbolisch den südlichsten Punkt jeder Argentinien-Reise.
Unsere Top-Reisen in Argentinien
1. Kreuzfahrt : Die patagonischen Fjorde von Chile

Diese aussergewöhnliche Expeditionskreuzfahrt verbindet die unberührten Naturlandschaften Patagoniens mit dem Komfort eines modernen Kreuzfahrtschiffes. Die Route führt von Buenos Aires über Ushuaia durch den legendären Beagle-Kanal bis nach Valparaíso in Chile. An Bord der luxuriösen Ocean Victory erleben Sie die dramatischen chilenischen Fjorde, kalbende Gletscher und das abgelegene Fischerdorf Puerto Edén. Der Nationalpark Torres del Paine mit seinen markanten Granitspitzen gehört zu den unvergesslichen Höhepunkten dieser Reise. Zodiac-Fahrten ermöglichen es, in entlegene Buchten vorzudringen und die Tierwelt aus nächster Nähe zu beobachten. Die 17 Nächte umfassende Reise kombiniert kulturelle Entdeckungen in Buenos Aires und Valparaíso mit dem puren Naturerlebnis der patagonischen Wildnis.
2. Entdecken Sie Buenos Aires und die Iguazú-Wasserfälle in 7 Nächten

Diese sorgfältig konzipierte Rundreise führt Sie zu den kulturellen und natürlichen Highlights Argentiniens. Sie beginnen in der pulsierenden Metropole Buenos Aires, wo Sie in die Welt des Tangos eintauchen und die historischen Viertel erkunden. Ein Ausflug nach San Antonio de Areco bietet authentische Einblicke in die Gaucho-Kultur auf einer traditionellen Estancia. Der zweite Teil der Reise führt nach Puerto Iguazú, wo die gewaltigen Iguazú-Wasserfälle auf Sie warten. Sowohl die argentinische als auch die brasilianische Seite des Nationalparks werden besucht, sodass Sie die unterschiedlichen Perspektiven auf dieses Weltwunder geniessen können. Die Begegnung mit den Guaraní, den indigenen Bewohnern der Region, vervollständigt dieses kulturell wie landschaftlich bereichernde Erlebnis.
3. Die Wunder von Argentinien

Diese umfassende pruvate Rundreise präsentiert die beeindruckendsten Facetten Argentiniens in sieben Tagen. Von Buenos Aires geht es nach Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt, wo Sie den Beagle-Kanal befahren und den Feuerland-Nationalpark erkunden. El Calafate bietet Zugang zum majestätischen Perito Moreno Gletscher sowie zu den spektakulären Gletschern des Nationalparks Los Glaciares. Ein Ausritt auf einer authentischen Estancia in Patagonien vermittelt ein tiefes Verständnis für die Lebensweise der Gauchos. Optional lässt sich die Reise um einen dreitägigen Aufenthalt in Puerto Iguazú erweitern, wo die monumentalen Wasserfälle sowohl von argentinischer als auch brasilianischer Seite besucht werden. Diese Reise vereint urbane Eleganz, patagonische Wildnis und subtropischen Regenwald zu einem perfekt abgerundeten Argentinien-Erlebnis.
Praktische Planung Ihrer Argentinien-Ferien ab der Schweiz
Beste Reisezeit : Nord-Süd-Ausdehnung beachten
Die enorme geografische Ausdehnung Argentiniens erfordert eine sorgfältige Planung hinsichtlich der Reisezeit. Für Patagonien und die südlichen Regionen empfehlen sich die Sommermonate von November bis März. In dieser Zeit sind die Temperaturen angenehm mild, die Tage lang und die meisten Wanderwege und touristischen Einrichtungen geöffnet. Der Perito Moreno Gletscher und die Wandergebiete um El Chaltén zeigen sich in dieser Periode von ihrer schönsten Seite. Allerdings sollte man auch im Südsommer mit starken Winden rechnen, die für Patagonien charakteristisch sind. Die Nebensaison im Frühling (September bis November) und Herbst (März bis Mai) bietet den Vorteil geringerer Besucherzahlen und oft milderer Windverhältnisse, wobei einige Services möglicherweise eingeschränkt verfügbar sind.
Für Buenos Aires und den Norden des Landes gelten andere klimatische Bedingungen. Die Hauptstadt lässt sich ganzjährig gut bereisen, wobei der europäische Winter (Dezember bis Februar entspricht dem argentinischen Sommer) warme bis heisse Temperaturen bringt. Der argentinische Herbst und Frühling (März bis Mai sowie September bis November) gelten als ideal, da die Temperaturen angenehm mild sind und die Stadt ihre kulturellen Veranstaltungen in vollem Umfang präsentiert. Die Iguazú-Wasserfälle können ebenfalls ganzjährig besucht werden, wobei die Wassermenge während der Regenzeit (Oktober bis März) am beeindruckendsten ist. Der Nordwesten rund um Salta präsentiert sich von April bis Oktober von seiner schönsten Seite, wenn die Temperaturen moderater sind und die Regenzeit vorbei ist.
Visum, Währung und Sprache
Schweizer Staatsbürger geniessen den Vorteil der Visumfreiheit für touristische Aufenthalte bis zu 90 Tagen. Bei der Einreise wird lediglich ein gültiger Reisepass benötigt, der für die gesamte Aufenthaltsdauer Gültigkeit besitzt. Es empfiehlt sich, einen Nachweis über die Rück- oder Weiterreise sowie ausreichende finanzielle Mittel bereithalten zu können, auch wenn diese Dokumente selten verlangt werden. Minderjährige müssen besondere Bestimmungen beachten, insbesondere wenn sie allein oder nur mit einem Elternteil reisen. In solchen Fällen sind notariell beglaubigte Einverständniserklärungen der Sorgeberechtigten erforderlich. Es ist ratsam, sich vor der Abreise bei den argentinischen konsularischen Vertretungen über die aktuellsten Einreisebestimmungen zu informieren.
Die offizielle Währung Argentiniens ist der Argentinische Peso (ARS). Aufgrund der volatilen wirtschaftlichen Lage existiert neben dem offiziellen Wechselkurs ein inoffizieller Parallelmarkt, der als "Blue Dollar" bekannt ist. Dieser Kurs weicht oft erheblich vom offiziellen Kurs ab und ermöglicht Reisenden, deutlich mehr Pesos für ihre Euros oder Franken zu erhalten. Viele Hotels, Restaurants und Reiseveranstalter akzeptieren Bargeld in US-Dollar oder Euro zu diesem günstigeren Kurs. Kreditkarten werden weitgehend akzeptiert, allerdings zum weniger vorteilhaften offiziellen Kurs. Es empfiehlt sich daher, einen gewissen Betrag in bar mitzuführen und die Möglichkeiten des Geldwechsels vor Ort zu nutzen. Geldautomaten sind in grösseren Städten verbreitet, unterliegen jedoch oft Auszahlungslimits.
Die Amtssprache Argentiniens ist Spanisch, wobei die lokale Variante als Castellano Rioplatense bezeichnet wird. Diese unterscheidet sich in Aussprache und Vokabular teilweise vom europäischen Spanisch. Grundkenntnisse der spanischen Sprache erweisen sich als äusserst hilfreich, insbesondere ausserhalb der touristischen Zentren. In Buenos Aires und anderen grösseren Städten findet man durchaus Personen, die Englisch sprechen, besonders im Hotellerie- und Tourismusbereich. In ländlichen Gebieten und kleineren Ortschaften ist dies jedoch seltener der Fall. Ein kleiner Sprachführer oder eine Übersetzungs-App können daher wertvolle Dienste leisten und helfen zudem, die herzliche Gastfreundschaft der Argentinier noch intensiver zu erleben.
Transport und Anreise aus der Schweiz
Von der Schweiz aus existieren keine Direktflüge nach Argentinien. Die üblichen Routen führen über europäische Drehkreuze wie Madrid, Paris, Frankfurt oder Amsterdam. Von Zürich oder Genf aus erreicht man Buenos Aires nach einem oder zwei Zwischenstopps in etwa 15 bis 20 Stunden Gesamtreisezeit. Der internationale Flughafen Ministro Pistarini (Ezeiza, EZE) liegt etwa 35 Kilometer südwestlich des Stadtzentrums von Buenos Aires. Für Inlandsflüge nutzt man meist den näher gelegenen Flughafen Jorge Newbery (Aeroparque, AEP). Es empfiehlt sich, Flüge frühzeitig zu buchen, um von attraktiven Tarifen zu profitieren. Achten Sie darauf, dass ausreichend Zeit für Anschlussflüge eingeplant ist, insbesondere wenn diese am selben Tag stattfinden.
Inlandsflüge sind aufgrund der gewaltigen Distanzen innerhalb Argentiniens oft unverzichtbar. Die Strecke von Buenos Aires nach Ushuaia beispielsweise beträgt über 3.000 Kilometer, eine Fahrt auf dem Landweg würde mehrere Tage in Anspruch nehmen. Mehrere argentinische Fluggesellschaften bieten regelmässige Verbindungen zwischen den wichtigsten Städten an. Die Preise variieren erheblich je nach Saison und Buchungszeitpunkt. Es lohnt sich, verschiedene Optionen zu vergleichen und Flüge möglichst im Voraus zu reservieren. Gepäckbestimmungen sollten beachtet werden, da insbesondere bei günstigeren Tarifen zusätzliche Kosten für aufgegebenes Gepäck anfallen können. Die Zuverlässigkeit der Flüge ist im Allgemeinen gut, Verspätungen kommen jedoch gelegentlich vor.
Überlandbusse in Argentinien bieten einen ausserordentlich hohen Komfort und sind eine ausgezeichnete Alternative für kürzere bis mittlere Distanzen. Die sogenannten "Cama" oder "Suite"-Klassen verfügen über vollständig verstellbare Sitze, die sich fast zu Liegen ausfahren lassen, Mahlzeiten werden serviert und Unterhaltungssysteme sind vorhanden. Nachtfahrten ermöglichen es, Übernachtungskosten zu sparen und gleichzeitig die Reisezeit effizient zu nutzen. Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass selbst mit dem Bus die Distanzen beträchtlich sind. Eine Fahrt von Buenos Aires nach Mendoza dauert etwa 14 Stunden, nach Salta sogar über 20 Stunden. Für Patagonien sind Busse aufgrund der enormen Entfernungen weniger praktikabel. Tickets können online oder an den Busterminals erworben werden, eine Reservierung ist besonders in der Hochsaison empfehlenswert.
Die Highlights : Routenvorschläge für 14 bis 21 Tage
Patagonisches Abenteuer
Eine klassische Patagonien-Route beginnt in El Calafate, dem Tor zu den gewaltigen Gletschern des Nationalparks Los Glaciares. Der Besuch des Perito Moreno Gletschers stellt zweifellos einen Höhepunkt jeder Argentinienreise dar. Die massiven Eistürme, die sich über 60 Meter über den See erheben, und das regelmässige Kalben gewaltiger Eisblöcke bieten ein Schauspiel von hypnotisierender Schönheit. Verschiedene Aussichtsplattformen ermöglichen unterschiedliche Perspektiven auf den Gletscher. Besonders eindrucksvoll ist eine geführte Gletscherwanderung (Ice Trekking), bei der man mit Steigeisen ausgerüstet direkt auf dem Eis läuft und tiefe Spalten sowie blaue Eishöhlen aus nächster Nähe betrachtet. Bootsfahrten führen bis zur Gletscherfront und vermitteln einen Eindruck der gewaltigen Dimensionen dieser Eisriesen.
Von El Calafate aus führt eine landschaftlich spektakuläre Strasse nordwärts nach El Chaltén, dem argentinischen Mekka für Wanderer. Dieser kleine Ort am Fusse des Fitz Roy Massivs dient als Ausgangspunkt für zahlreiche Trekkingtouren unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade. Die Wanderung zur Laguna de los Tres bietet einen atemberaubenden Blick auf die gezackten Granitnadeln des Fitz Roy, die sich in den türkisfarbenen Gewässern der Lagune spiegeln. Die Route zur Laguna Torre führt zu einem weiteren spektakulären Bergsee vor der Kulisse des gleichnamigen Gipfels. Auch weniger anspruchsvolle Wanderungen, etwa entlang des Flusses Río de las Vueltas, belohnen mit herrlichen Ausblicken auf die umliegenden Berge und Wälder. El Chaltén bietet eine gute touristische Infrastruktur mit Unterkünften für jedes Budget sowie zahlreichen Restaurants und Ausrüstungsverleihern.
Der südlichste Punkt dieser Route führt nach Ushuaia auf Feuerland. Der Feuerland-Nationalpark schützt die einzigartigen südlichen Buchenwälder und die vielfältige Fauna der Region. Verschiedene Wanderwege erschliessen die schönsten Ecken des Parks, von der Bahía Lapataia am Ende der Panamericana bis zu den stillen Ufern des Lago Roca. Eine Fahrt auf dem Beagle-Kanal ermöglicht die Beobachtung von Seelöwen auf den vorgelagerten Inseln sowie zahlreicher Seevögel. Der Leuchtturm Les Éclaireurs markiert eine kleine Insel im Kanal und bietet ein beliebtes Fotomotiv. Wer Glück hat, kann sogar Delfine oder Orcas sichten. Ushuaia selbst bietet ein reges kulturelles Leben mit interessanten Museen, darunter das Maritime Museum, das die Geschichte der Seefahrt in dieser rauen Region dokumentiert.
Nordwesten und Wein
Eine Route durch den argentinischen Nordwesten beginnt idealerweise in Salta, einer charmanten Kolonialstadt mit prächtigen Kirchen und eleganten Plätzen. Die Stadt dient als Ausgangspunkt für Exkursionen in die spektakuläre Quebrada de Humahuaca, ein schmales Hochtal, das sich über 150 Kilometer erstreckt und durch seine farbenprächtigen Gesteinsformationen besticht. Der Cerro de los Siete Colores bei Purmamarca präsentiert ein faszinierendes Farbspektrum von Rot über Orange bis Violett. Die kleinen Andendörfer entlang der Route bewahren alte Traditionen, indigene Märkte bieten kunsthandwerkliche Produkte und lokale Spezialitäten. Die Ruinen von Tilcara zeugen von präkolumbianischen Kulturen. Höher gelegene Exkursionen führen zu den Salinas Grandes, ausgedehnten Salzseen in über 3.000 Metern Höhe, deren blendend weisse Oberfläche surreale Landschaften schafft.
Weiter südlich liegt Mendoza, das Herz der argentinischen Weinindustrie und weltberühmt für seine exzellenten Malbec-Weine. Die Stadt selbst besticht durch ihre von Bäumen gesäumten Alleen, lebendigen Plätze und zahlreichen Parks. Der wahre Reiz Mendozas liegt jedoch in den umliegenden Weinregionen. Das Valle de Uco und Luján de Cuyo beherbergen hunderte Weingüter, von traditionsreichen Familienbetrieben bis zu modernen Architektur-Ikonen. Weinproben und Kellerführungen gehören zu den Höhepunkten eines jeden Aufenthalts. Viele Bodegas bieten auch erstklassige Restaurants, in denen die Weine perfekt mit regionalen Spezialitäten kombiniert werden. Die Anden bilden eine majestätische Kulisse für diese fruchtbaren Täler. Abenteuerlustige können Ausflüge zum Aconcagua unternehmen, mit 6.961 Metern der höchste Berg Amerikas, oder Rafting-Touren auf dem Río Mendoza erleben.
Ein Besuch der Iguazú-Wasserfälle bildet einen krönenden Abschluss dieser Route. Die argentinische Seite des Nationalparks ermöglicht es, den Wasserfällen besonders nahe zu kommen. Der Teufelsschlund (Garganta del Diablo) ist der gewaltigste Teil der Fälle, wo die Wassermassen mit unbändiger Kraft in die Tiefe stürzen und eine ständige Gischt erzeugen, die Regenbögen in die Luft malt. Zwei Rundwege erschliessen die oberen und unteren Bereiche der Wasserfälle. Der subtropische Regenwald rings um die Fälle beherbergt eine reiche Tierwelt mit Tukanen, Nasenbären, Brüllaffen und hunderten Schmetterlingsarten. Ein Besuch der brasilianischen Seite bietet eine völlig andere Perspektive mit Panoramablicken auf das gesamte Ensemble der Fälle. Die Kombination beider Seiten vermittelt das vollständige Bild dieser natürlichen Pracht.
Die Hauptstadt und die Atlantikküste
Jede Argentinienreise sollte ausreichend Zeit für Buenos Aires vorsehen – idealerweise vier bis fünf Tage. Die Metropole offenbart ihre Schätze nicht auf den ersten Blick, sondern enthüllt sich Schritt für Schritt bei ausgedehnten Spaziergängen durch ihre facettenreichen Viertel. Recoleta beeindruckt mit seiner französisch inspirierten Architektur, eleganten Cafés und dem berühmten Friedhof, auf dem die argentinische Elite ihre letzte Ruhe gefunden hat. Palermo unterteilt sich in mehrere Subviertel, von denen Palermo Soho mit seinen Boutiquen, Kunstgalerien und Gourmetrestaurants besonders angesagt ist. Eine authentische Tango-Show mit Abendessen in einem der traditionellen Tangolokale wie dem Café Tortoni gehört zu den unverzichtbaren Erlebnissen. Wer tiefer in die Tangowelt eintauchen möchte, besucht eine Milonga, wo Einheimische den Tanz in seiner spontanen Form zelebrieren.
Mar del Plata, etwa 400 Kilometer südlich von Buenos Aires gelegen, gilt als der wichtigste Badeort an der argentinischen Atlantikküste. Besonders im argentinischen Sommer strömen Tausende hierher, um die langen Sandstrände und das lebhafte Nachtleben zu geniessen. Die Stadt verfügt über eine gut entwickelte touristische Infrastruktur mit zahlreichen Hotels, Restaurants und Freizeiteinrichtungen. Der Hafen mit seinem Fischmarkt und den Seelöwenkolonien bietet ein interessantes Kontrastprogramm zum Strandleben. Wer Ruhe sucht, findet weiter südlich in Orten wie Villa Gesell oder Pinamar entspanntere Atmosphären. Die Küstenlandschaft wird zunehmend rauer, je weiter man nach Süden fährt, mit dramatischen Klippen und verlassenen Buchten.
Die Halbinsel Valdés in der Provinz Chubut zählt zu den bedeutendsten Naturschutzgebieten Argentiniens und wurde von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Hier kann man je nach Jahreszeit verschiedene Meeressäuger beobachten. Von Juni bis Dezember kommen Südkaper-Wale in die Gewässer der Halbinsel, um zu kalben und ihre Jungen aufzuziehen. Bootstouren ermöglichen beeindruckende Begegnungen mit diesen sanften Riesen. Seelöwen- und Seeelefantenkolonien bevölkern die Strände das ganze Jahr über, während von September bis April auch Magellan-Pinguine zu beobachten sind. Die karge, windgepeitschte Landschaft der Halbinsel besitzt eine eigene, herbe Schönheit. Das kleine Küstenstädtchen Puerto Madryn dient als Ausgangspunkt für Ausflüge auf die Halbinsel und bietet eine gute Auswahl an Unterkünften und Restaurants.
Argentinien-Reisen buchen : Vom Boutique-Hotel bis zur Estancia
Unterkünfte : Vielfalt erleben
Buenos Aires bietet eine ausserordentliche Bandbreite an Unterkünften, von internationalen Luxushotels bis zu charmanten Boutique-Hotels in historischen Gebäuden. Besonders in den Vierteln Palermo, Recoleta und San Telmo findet man stilvolle kleinere Hotels, die individuellen Service und geschmackvolle Einrichtung vereinen. Viele dieser Häuser befinden sich in sorgfältig restaurierten Herrenhäusern aus dem 19. oder frühen 20. Jahrhundert und bewahren den Charme vergangener Epochen. Rooftop-Terrassen mit Blick über die Stadt, kleine Innenhöfe und persönliche Betreuung durch die Gastgeber schaffen eine intime Atmosphäre. Frühstück mit frischen argentinischen Spezialitäten und Empfehlungen für Restaurants und Sehenswürdigkeiten gehören zum Standard dieser Boutique-Unterkünfte.
Ein Aufenthalt auf einer authentischen Estancia in der Pampa zählt zu den unvergesslichsten Erlebnissen einer Argentinienreise. Diese traditionellen Ranches bieten die Möglichkeit, das Leben der Gauchos hautnah kennenzulernen. Viele Estancias haben ihre Tore für Gäste geöffnet und bieten komfortable Zimmer in historischen Haciendas. Aktivitäten wie Ausritte durch die endlosen Graslandschaften, Beobachtung der Rinderherden, Teilnahme an traditionellen Asados und Folkloreabende mit Gitarrenmusik vermitteln tiefe Einblicke in die argentinische Landkultur. Einige Estancias liegen in der Nähe von Buenos Aires und eignen sich für Tagesausflüge, andere in abgelegeneren Regionen laden zu mehrtägigen Aufenthalten ein. Die Gastfreundschaft der Estancia-Besitzer und die Authentizität der Erlebnisse machen diese Form der Unterkunft zu etwas ganz Besonderem.
In Patagonien reicht das Spektrum der Unterkünfte von einfachen Berghütten bis zu komfortablen Lodges mit Panoramablick auf Gletscher und Bergseen. El Calafate und El Chaltén bieten eine solide Auswahl an Hotels verschiedener Kategorien. In abgelegeneren Regionen sind die Optionen begrenzter, aber oft umso charmanter. Rustikale Holzhäuser im Stil patagonischer Architektur, gemütliche Kamine und regionale Küche schaffen eine behagliche Atmosphäre nach langen Wandertagen. Hostels und Backpacker-Unterkünfte in El Chaltén sind beliebt bei jüngeren Reisenden und bieten eine ausgezeichnete Möglichkeit, Gleichgesinnte zu treffen und Informationen über Wanderrouten auszutauschen. Unabhängig von der gewählten Kategorie sollte man in der Hochsaison Unterkünfte frühzeitig reservieren, da die Kapazitäten begrenzt sind.
Exklusive Pauschalreisen und Deals
Exklusiv konzipierte Pauschalreisen nach Argentinien kombinieren erstklassige Unterkünfte mit sorgfältig ausgewählten Erlebnissen und professionellem Service. Besonders in entlegenen Regionen wie Patagonien oder bei komplexen Reiserouten erweist sich die Organisation durch erfahrene Reiseveranstalter als äusserst wertvoll. Private Transfers, deutschsprachige Reiseleiter und vorreservierte Aktivitäten ersparen Zeit und Stress. Luxus-Rundreisen durch Patagonien beinhalten oft Aufenthalte in den besten Lodges der Region, exklusive Gletscherwanderungen und Bootsfahrten sowie Zugang zu weniger bekannten Naturschätzen. In Buenos Aires werden Übernachtungen in Fünf-Sterne-Hotels mit privaten Stadtführungen und VIP-Zugang zu Tango-Shows kombiniert.
Spezielle Wein-Reisen nach Mendoza sprechen Geniesser an, die die besten Weingüter der Region kennenlernen möchten. Spezialisierte Touren umfassen Besuche bei renommierten Bodegas, private Verkostungen mit den Winzern selbst und Gourmet-Menüs in den hoteleigenen Restaurants. Übernachtungen in luxuriösen Weingut-Hotels inmitten der Rebberge runden das Erlebnis ab. Solche thematischen Reisen werden oft mit aktiven Elementen wie Radtouren durch die Weinberge oder Wanderungen in den nahegelegenen Anden verbunden. Die Vorteile von Pauschalreisen liegen in der durchdachten Logistik, der Qualitätssicherung bei Unterkünften und Dienstleistungen sowie oft auch in attraktiven Preisvorteilen durch gebündelte Buchungen.
Kombi-Reisen, die Argentinien mit den Nachbarländern Chile oder Brasilien verbinden, eröffnen zusätzliche Perspektiven. Die chilenische Seite Patagoniens mit dem spektakulären Torres del Paine Nationalpark lässt sich hervorragend mit dem argentinischen Teil kombinieren. Kreuzfahrten durch die chilenischen Fjorde starten oft in Ushuaia und enden in Valparaíso oder umgekehrt. Die brasilianische Seite der Iguazú-Fälle bietet völlig andere Ausblicke als die argentinische und sollte idealerweise in jeden Besuch der Wasserfälle einbezogen werden. Solche grenzüberschreitenden Reisen erfordern sorgfältige Planung hinsichtlich Visa, Transfers und Flugverbindungen, weshalb die Buchung als Komplettpaket viele Vorteile bietet.
Wichtiger Tipp zur Währung
Der Umgang mit der argentinischen Währung erfordert ein gewisses Mass an Aufmerksamkeit aufgrund der besonderen wirtschaftlichen Situation des Landes. Neben dem offiziellen Wechselkurs existiert der sogenannte "Blue Dollar", ein inoffizieller Parallelmarkt-Kurs. Dieser liegt oft 50 bis 100 Prozent über dem offiziellen Kurs und ermöglicht es Reisenden, ihre Euro oder Schweizer Franken zu einem deutlich vorteilhafteren Verhältnis in Pesos zu tauschen. Viele Hotels, Restaurants, Touranbieter und Geschäfte akzeptieren Bargeld in harten Währungen zu diesem besseren Kurs. Es empfiehlt sich, vor der Reise einen gewissen Betrag in US-Dollar oder Euro zu besorgen und diesen in kleineren Stückelungen mitzuführen.
Kreditkartenzahlungen werden zwar weitgehend akzeptiert, aber der berechnete Wechselkurs entspricht dem ungünstigen offiziellen Kurs. Dadurch zahlt man bei Kartenzahlung effektiv deutlich mehr als bei Barzahlung zum Blue-Dollar-Kurs. Geldautomaten bieten ebenfalls nur den offiziellen Kurs und unterliegen zudem oft Auszahlungslimits, weshalb mehrere Abhebungen notwendig werden können. Die Gebühren summieren sich dabei schnell. Eine kluge Strategie besteht darin, einen Teil des Reisebudgets als Bargeld in harter Währung mitzuführen und vor Ort bei vertrauenswürdigen Wechselstuben oder direkt bei Dienstleistern zu tauschen. Hochwertige Hotels und etablierte Touranbieter bieten oft diskrete Wechselmöglichkeiten an.
Es ist wichtig, die Entwicklung der Wechselkurse zu verfolgen, da diese in Argentinien volatil sein können. Aktuelle Kurse findet man auf spezialisierten Websites oder in lokalen Nachrichten. Bei grösseren Ausgaben lohnt es sich immer nachzufragen, ob Barzahlung in Dollar oder Euro möglich ist und welcher Kurs dabei angewendet wird. Diese einfache Nachfrage kann erhebliche Einsparungen bringen. Dennoch sollte man aus Sicherheitsgründen nicht das gesamte Reisebudget in bar bei sich tragen, sondern die Mittel diversifizieren. Eine Kombination aus Bargeld, Kreditkarte für Notfälle und eventuell einer Reisekreditkarte mit günstigen Auslandsgebühren stellt die beste Lösung dar.
Häufig gestellte Fragen zu Argentinien Reisen
Wie teuer ist Argentinien aktuell ?
Die Reisekosten in Argentinien variieren erheblich je nach Art der Reise, gewählten Unterkünften und vor allem abhängig davon, welchen Wechselkurs man nutzt. Wenn man Zugang zum günstigeren "Blue Dollar"-Kurs hat, erweist sich Argentinien als überraschend erschwinglich. Mahlzeiten in lokalen Restaurants kosten oft nur einen Bruchteil dessen, was man in der Schweiz bezahlen würde. Ein exzellentes Steak mit Beilagen und Wein kann in einem guten Restaurant umgerechnet 15 bis 25 Franken kosten. Einfachere Imbisse und Empanadas sind noch günstiger. Unterkünfte reichen von preiswerten Hostels (ab 15 Franken pro Nacht im Mehrbettzimmer) bis zu Luxushotels (200 Franken und mehr). Mittelklasse-Hotels bewegen sich meist im Bereich von 50 bis 100 Franken pro Nacht. Transport innerhalb des Landes ist ebenfalls vergleichsweise günstig, allerdings können Inlandsflüge während der Hochsaison teurer werden. Insgesamt lässt sich sagen, dass Argentinien bei kluger Währungsstrategie ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.
Brauche ich spezielle Trekking-Ausrüstung für Patagonien ?
Für Wanderungen in Patagonien ist eine angemessene Ausrüstung unerlässlich, wobei der Umfang vom geplanten Schwierigkeitsgrad abhängt. Für Tageswanderungen auf markierten Wegen reichen robuste Wanderschuhe mit guter Knöchelunterstützung und Profil, wasserdichte Kleidung (Jacke und Hose), mehrere Schichten zum Zwiebelprinzip (Thermounterwäsche, Fleece, winddichte Aussenschicht) sowie eine wind- und wasserfeste Kopfbedeckung. Das Wetter in Patagonien kann sich sehr schnell ändern, weshalb man selbst im Sommer auf Kälte, Wind und Regen vorbereitet sein muss. Handschuhe, Sonnenbrille und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor gehören ebenfalls ins Gepäck. Ein stabiler Rucksack für Tageswanderungen, eine Trinkflasche und Verpflegung sind notwendig. Für mehrtägige Trekkingtouren mit Übernachtung in Zelten benötigt man zusätzlich Schlafsack, Isomatte, Zelt und Kochausrüstung, wobei diese oft vor Ort gemietet werden können. Trekkingstöcke erleichtern das Wandern erheblich, besonders bei Gletscherwanderungen. Die meisten Ausrüstungsgegenstände sind auch in El Calafate oder El Chaltén käuflich oder leihweise erhältlich, falls etwas fehlt.
Was ist die beste Art, Tango zu erleben ?
Tango in Buenos Aires zu erleben, kann auf verschiedene Arten geschehen, je nach persönlichen Vorlieben und Abenteuerlust. Für einen ersten Eindruck eignen sich professionelle Tango-Shows mit Dinner hervorragend. Locations wie das Café Tortoni, El Querandí oder Esquina Carlos Gardel bieten erstklassige Shows mit herausragenden Tänzern und Live-Musik, kombiniert mit exzellenten Menüs. Diese Shows sind zwar touristisch orientiert, aber die technische Perfektion und die Leidenschaft der Darbietungen sind beeindruckend. Für ein authentischeres Erlebnis sollte man eine Milonga besuchen – ein gesellschaftliches Tanzvergnügen, bei dem Einheimische jeden Alters zusammenkommen, um zu tanzen. Hier gelten spezielle Codes : Blickkontakt signalisiert Tanzbereitschaft, und die Atmosphäre ist weniger Show, sondern gelebte Tradition. Anfänger können vorher einen Tango-Kurs belegen, um die Grundschritte zu lernen ; viele Tanzschulen bieten Schnupperstunden an. Die Kombination aus professioneller Show und echtem Milonga-Besuch vermittelt das vollständigste Bild dieser faszinierenden Tanzkultur.
Sind Inlandsflüge zuverlässig ?
Inlandsflüge in Argentinien sind grundsätzlich zuverlässig und werden von mehreren Fluggesellschaften angeboten. Die Pünktlichkeit ist im Allgemeinen gut, allerdings können Verspätungen vorkommen, insbesondere in der Hochsaison oder bei widrigen Wetterbedingungen in Patagonien. Starke Winde in Ushuaia oder El Calafate führen gelegentlich zu Verzögerungen oder in seltenen Fällen zu Flugausfällen. Es empfiehlt sich daher, bei Anschlussflügen ins Ausland einen ausreichenden Zeitpuffer einzuplanen. Die meisten Flüge starten von Buenos Aires Aeroparque (für Inlandsflüge) oder vom internationalen Flughafen Ezeiza. Die Verbindungen zu den wichtigsten touristischen Zielen wie Ushuaia, El Calafate, Mendoza, Salta und Puerto Iguazú werden mehrmals täglich bedient. Gepäckbestimmungen variieren je nach Tarif ; bei günstigeren Economy-Tickets ist aufgegebenes Gepäck oft nicht inklusive. Online-Check-in ist meist möglich und spart Zeit am Flughafen. Insgesamt stellen Inlandsflüge die effizienteste Möglichkeit dar, die enormen Distanzen in Argentinien zu überbrücken.
Welche Wandermöglichkeiten gibt es in Patagonien ohne Camping ?
Patagonien bietet zahlreiche hervorragende Wandermöglichkeiten für Reisende, die nicht im Zelt übernachten möchten. El Chaltén ist ideal für Tageswanderungen unterschiedlicher Länge und Schwierigkeit. Die Wanderung zur Laguna de los Tres (ca. 8-10 Stunden hin und zurück) führt zu einem spektakulären Aussichtspunkt unterhalb des Fitz Roy Massivs. Wer weniger Zeit hat, kann auch nur bis zum Campamento Poincenot gehen und dort umkehren. Die Route zur Laguna Torre (ca. 6-7 Stunden) ist etwas weniger anstrengend und bietet wunderbare Ausblicke auf den Cerro Torre. Beide Wanderungen starten direkt vom Ort aus, sodass man am Abend in ein komfortables Hotel zurückkehren kann. Im Nationalpark Los Glaciares bei El Calafate führen gut ausgebaute Wege und Stege direkt zu Aussichtspunkten am Perito Moreno Gletscher. Geführte Gletscherwanderungen (Ice Trekking) dauern einige Stunden und bringen einen direkt auf das Eis, ohne dass Camping erforderlich wäre. In Ushuaia bietet der Tierra del Fuego -Nationalpark mehrere markierte Wanderwege entlang der Küste und durch die Wälder. Die meisten davon lassen sich bequem als Halbtages- oder Tageswanderungen durchführen. Geführte Wanderungen werden häufig angeboten und bieten den Vorteil lokaler Expertise sowie organisiertem Transport zurück zur Unterkunft.