Rundreise durch Vietnam in 3 Wochen: Die besten Angebote - Voyage Privé

Rundreise Vietnam 3 Wochen


Sommaire

Die optimalen Reiserouten für 3 Wochen durch Vietnam

Von Hanoi durch den Norden bis zur zentralvietnamesischen Küste

Der klassische Startpunkt einer ausgedehnten Vietnam-Reise bleibt die Hauptstadt Hanoi, deren Altstadt mit ihren 36 Handwerkerstrassen einen ersten Eindruck von der Geschäftigkeit und Lebendigkeit des Landes vermittelt. Nach zwei Tagen, in denen Sie den Hoan-Kiem-See, den Literaturtempel und das eindrucksvolle Mausoleum Ho Chi Minhs besichtigen, führt die Route zur legendären Halong-Bucht, wo über dreitausend Kalksteinfelsen aus smaragdgrünem Wasser ragen. Eine zweitägige Kreuzfahrt auf einer traditionellen Dschunke mit Übernachtung an Bord gehört zu den unvergesslichen Höhepunkten jeder Vietnam-Reise. Anschliessend bietet sich die Fahrt nach Phong Nha an, dessen Nationalpark mit den grössten Höhlensystemen der Welt Abenteurer und Naturliebhaber gleichermassen begeistert. Die Paradies-Höhle erstreckt sich über 31 Kilometer unterirdischer Galerien mit spektakulären Stalagmiten-Formationen. Von dort aus erreichen Sie nach einer landschaftlich reizvollen Fahrt die alte Kaiserstadt Hue, deren ummauerte Zitadelle und die Kaisergräber entlang des Parfümflusses von der glanzvollen Nguyen-Dynastie zeugen. Der Wolkenpass markiert die klimatische und kulturelle Grenze zum Süden und bietet atemberaubende Ausblicke auf die Küstenlinie, bevor Sie Hoi An erreichen, dessen perfekt erhaltene Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

Der Süden Vietnams zwischen Metropole und Mekong-Delta

Ein Inlandsflug bringt Sie von Da Nang in die pulsierende Wirtschaftsmetropole Ho-Chi-Minh-Stadt, die ihr koloniales Erbe trotz rasanter Modernisierung bewahrt hat. Die Notre-Dame-Kathedrale, das prächtige Hauptpostamt und der lebhafte Ben-Thanh-Markt stehen im Kontrast zu den gläsernen Wolkenkratzern des neuen Finanzviertels. Ein Tagesausflug zu den Cu-Chi-Tunneln vermittelt eindringliche Einblicke in die jüngere Geschichte des Landes. Das Mekong-Delta südlich der Stadt offenbart eine völlig andere Welt : Ein Labyrinth aus Wasserstrassen, schwimmenden Märkten und Obstplantagen, wo das Leben nach wie vor vom Rhythmus des mächtigen Flusses bestimmt wird. Auf traditionellen Sampans gleiten Sie durch enge Kanäle, besuchen lokale Werkstätten für Kokosbonbons und erleben den farbenprächtigen Markt von Cai Be vom Wasser aus. Für Reisende, die sich nach kulturellen Impressionen nach Erholung sehnen, bietet sich ein Abstecher nach Phan Thiet oder zur Insel Phu Quoc an, wo feinsandige Strände, kristallklares Wasser und erstklassige Resorts zum Entspannen einladen. Diese Balance zwischen aktivem Entdecken und erholsamen Strandtagen macht den besonderen Reiz einer 3-wöchigen Vietnam-Rundreise aus.

Drei ausgewählte Rundreise-Programme für unterschiedliche Reisetypen

Die klassische Nord-Süd-Route mit Strandverlängerung

Für Erstbesucher empfiehlt sich eine systematische Durchquerung des Landes von Nord nach Süd, die alle wesentlichen Highlights abdeckt. Die Rundreise Vietnam mit Strandaufenthalt bietet mit 14 bis 18 Nächten genau diese Kombination : Nach der Ankunft in Hanoi führt das Programm über die Halong-Bucht und Hoi An bis nach Ho-Chi-Minh-Stadt und schliesst mit erholsamen Tagen auf Phu Quoc ab. Die Übernachtungen erfolgen in sorgfältig ausgewählten Hotels der gehobenen Mittelklasse, wobei Sie zwischen verschiedenen Komfortstufen wählen können. Besonders reizvoll ist die Mekong-Bootsfahrt durch die verzweigten Wasserwege des Deltas, bei der Sie authentische Einblicke in das ländliche Leben erhalten. Die Halong-Dschunke bietet Kabinen mit Panoramafenstern, so dass Sie die spektakuläre Karstlandschaft auch vom Bett aus bewundern können. Das Programm lässt genügend Freiraum für individuelle Erkundungen : In Hoi An haben Sie Zeit, sich massgeschneiderte Kleidung anfertigen zu lassen oder einen Kochkurs zu besuchen, während in Ho-Chi-Minh-Stadt optionale Ausflüge zu den Cao-Dai-Tempeln oder in die Mangrovenwälder von Can Gio angeboten werden.

Die intensive Entdeckerroute mit Sapa und Phong Nha

Reisende, die über die klassischen Pfade hinausgehen möchten, wählen die 21-tägige Rundreise Vietnam mit Phong Nha-Ke Bang, die neben den Hauptattraktionen auch weniger besuchte Regionen einschliesst. Das Besondere an diesem Programm liegt in der Kombination aus Kultur, Natur und Strandentspannung : Nach Hanoi und der Halong-Bucht geht es zum Phong Nha-Ke Bang Nationalpark, dessen gigantische Höhlensysteme erst in jüngster Zeit vollständig kartiert wurden. Die Son Doong, grösste Höhle der Welt, ist zwar nur auf Spezialexpeditionen zugänglich, doch die Paradies-Höhle und die Phong Nha-Höhle selbst bieten spektakuläre unterirdische Landschaften. Weiter südlich wartet Hue mit seinen Kaisergräbern und der imposanten Zitadelle, bevor Sie Hoi An erreichen, wo ein ganzer Tag zum freien Erkunden zur Verfügung steht. Der Nachtzug von Hue nach Da Nang bietet ein authentisches Reiseerlebnis und spart wertvolle Tageszeit. Den Abschluss bildet ein mehrwöchiger Aufenthalt in Phan Thiet, dessen endlose Sandstrände und entspannte Atmosphäre den perfekten Kontrast zu den kulturellen Höhepunkten der vorangegangenen Wochen darstellen.

Die Kombination Vietnam und Kambodscha für Kulturinteressierte

Wer drei Wochen Zeit hat und Indochina in seiner ganzen Vielfalt erleben möchte, findet in der Kombination aus Vietnam und Kambodscha eine ideale Lösung. Die 21-tägige Rundreise Vietnam und Kambodscha verbindet die Höhepunkte beider Länder in einem durchdachten Programm. Nach der klassischen Vietnam-Route von Hanoi über Halong, Hoi An und Ho-Chi-Minh-Stadt führt die Reise weiter nach Siem Reap, wo die monumentalen Tempelanlagen von Angkor zu den eindrucksvollsten archäologischen Stätten der Welt zählen. Der Sonnenaufgang über Angkor Wat, das geheimnisvolle Ta Prohm mit seinen von Würgefeigen überwucherten Mauern und das lächelnde Antlitz des Bayon-Tempels bilden unvergessliche Höhepunkte. Alternativ bietet sich die Route über Phnom Penh an, die zusätzlich die kambodschanische Hauptstadt mit ihrem Königspalast, dem Silber-Tempel und dem bewegenden Tuol-Sleng-Museum einschliesst. Diese erweiterte Rundreise ermöglicht tiefe kulturelle Einblicke in zwei faszinierende Länder Südostasiens.

Die beste Reisezeit und klimatische Besonderheiten

Klimazonen und Monsunzeiten verstehen

Vietnam erstreckt sich über 1650 Kilometer von Nord nach Süd und weist dadurch markante klimatische Unterschiede auf, die bei der Planung einer 3-wöchigen Rundreise berücksichtigt werden müssen. Der Norden mit Hanoi und Halong kennt vier ausgeprägte Jahreszeiten : Die Monate November bis April bieten angenehm milde Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad, während die Sommermonate Mai bis Oktober heiss und feucht sind mit häufigen Regenschauern. Zentralvietnam rund um Hue und Hoi An erlebt seine Regenzeit zwischen September und Januar, wobei Oktober und November besonders niederschlagsreich ausfallen und Überschwemmungen auftreten können. Die ideale Reisezeit für diese Region liegt zwischen Februar und August, wenn die Sonne scheint und die Temperaturen angenehm warm sind. Der Süden um Ho-Chi-Minh-Stadt und das Mekong-Delta kennt nur zwei Jahreszeiten : Die Trockenzeit von November bis April mit strahlendem Sonnenschein und die Regenzeit von Mai bis Oktober, in der nachmittags kräftige, aber meist kurze Schauer niedergehen. Diese klimatischen Gegebenheiten machen eine landesweite perfekte Reisezeit unmöglich, doch die Monate Februar bis April sowie November gelten als Kompromiss, in denen alle Regionen einigermassen günstige Bedingungen bieten.

Saisonale Highlights und Vermeidungsstrategien

Die Wahl des Reisezeitpunkts beeinflusst nicht nur das Wetter, sondern auch die Preise und die Besucherströme an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Die europäischen Sommerferien Juli und August fallen mit der heissen und feuchten Jahreszeit zusammen, doch gerade für Familien bleibt oft keine Alternative. In dieser Zeit empfiehlt es sich, die Besichtigungen auf die kühleren Morgenstunden zu legen und die heissen Nachmittage in klimatisierten Museen oder am Hotelpool zu verbringen. Die Nebensaison Mai bis Juni sowie September bis Oktober bietet den Vorteil günstigerer Preise und weniger überlaufener Sehenswürdigkeiten, wobei kurze Regenschauer in Kauf genommen werden müssen. Das vietnamesische Neujahrsfest Tet, das zwischen Ende Januar und Mitte Februar gefeiert wird, stellt eine besondere Zeit dar : Einerseits erleben Sie das Land in festlicher Stimmung mit aufwendigen Dekorationen, andererseits bleiben viele Geschäfte und Restaurants geschlossen, während die Preise deutlich steigen. Für Strandaufenthalte auf Phu Quoc gilt die Trockenzeit von November bis März als optimal, während Phan Thiet dank seiner geschützten Lage das ganze Jahr über gute Bedingungen bietet. Reisende, die das traditionelle Vietnam erleben möchten, sollten die Vollmondnächte von Hoi An einplanen, wenn die Altstadt ausschliesslich von tausenden bunten Laternen erleuchtet wird.

Praktische Reiseplanung und logistische Überlegungen

Flugverbindungen und Inlandstransfers 

Die Anreise nach Vietnam erfolgt von der Schweiz aus über die grossen europäischen Drehkreuze wie Frankfurt, Paris oder Amsterdam, wobei die Flugzeit mit einem Zwischenstopp zwischen 14 und 18 Stunden beträgt. Direktflüge existieren nicht, doch renommierte Airlines wie Vietnam Airlines, Singapore Airlines oder Emirates bieten komfortable Verbindungen mit kurzen Umsteigezeiten. Die Wahl zwischen Ankunft in Hanoi im Norden und Abflug von Ho-Chi-Minh-Stadt im Süden oder umgekehrt erlaubt eine effiziente Routenplanung ohne zeitraubende Rückfahrten. Innerhalb des Landes bewähren sich Inlandsflüge für die längeren Distanzen : Die Strecke Hanoi nach Hue oder Da Nang sowie von dort nach Ho-Chi-Minh-Stadt lassen sich mit Billigfliegern wie VietJet Air oder Bamboo Airways günstig zurücklegen. Alternativ bietet der Nachtzug Hanoi nach Hue ein authentisches Reiseerlebnis, wobei die Schlafwagenkabinen durchaus komfortabel sind. Kürzere Strecken werden mit klimatisierten Reisebussen oder privaten Transfers zurückgelegt, die in den meisten Rundreise-Paketen enthalten sind. Für flexible Reisende, die abseits der Gruppe unterwegs sein möchten, stehen Mietwagen mit Fahrer zur Verfügung, was angesichts des chaotischen Verkehrs und der ungewohnten Verkehrsregeln die komfortabelste Lösung darstellt.

Visa-Bestimmungen und Einreiseformalitäten

Schweizer Staatsangehörige benötigen für Aufenthalte bis zu 45 Tagen seit August 2023 kein Visum mehr für Vietnam, was die Reiseplanung erheblich vereinfacht. Bei der Einreise muss lediglich ein Reisepass vorgelegt werden, der noch mindestens sechs Monate über das Reiseende hinaus gültig ist. Für Rundreisen, die auch Kambodscha einschliessen, gelten separate Bestimmungen : Das kambodschanische E-Visum kann vorab online beantragt werden und kostet etwa 40 Schweizer Franken. Die Bearbeitung dauert drei Werktage, wobei das genehmigte Visum per E-Mail zugestellt wird und bei der Einreise am Flughafen Siem Reap oder an den Landgrenzen vorgelegt werden muss. Alternativ wird an den meisten Grenzübergängen ein Visum bei Ankunft ausgestellt, was allerdings längere Wartezeiten mit sich bringen kann. Impfungen sind für die Einreise aus Europa nicht vorgeschrieben, doch Ärzte empfehlen neben den Standardimpfungen zusätzlich Schutz gegen Hepatitis A und B sowie Typhus. Eine Malaria-Prophylaxe ist für die touristischen Hauptrouten nicht erforderlich, lediglich für Trekkingtouren in abgelegenen Bergregionen wie Sapa sollte das Risiko mit einem Tropenmediziner besprochen werden. Eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport stellt eine unverzichtbare Vorsichtsmassnahme dar, da die medizinische Versorgung ausserhalb der grossen Städte eingeschränkt sein kann.

Unterkunftsoptionen zwischen Luxus und Authentizität

Gehobene Hotels und Boutique-Resorts in den Städten

Vietnam hat in den vergangenen Jahren eine beeindruckende Hotellandschaft entwickelt, die von internationalen Luxusketten bis zu charmanten Boutique-Hotels reicht. In Hanoi bieten sich Unterkünfte im französischen Viertel an, wo koloniale Villen zu stilvollen Hotels umgebaut wurden und Sie morgens zu Croissants und vietnamesischem Kaffee erwachen. Das Sofitel Legend Metropole mit seiner über hundertjährigen Geschichte zählt zu den renommiertesten Adressen, während kleinere Boutique-Hotels wie das Essence Palace persönlicheren Service bieten. In Hoi An ermöglichen Unterkünfte in restaurierten Handelshäusern der Altstadt ein authentisches Erlebnis, wobei Sie abends die laternenbeleuchteten Gassen direkt vor der Haustür haben. Das Anantara Hoi An Resort am Flussufer verbindet vietnamesische Architektur mit modernem Luxus und verfügt über einen idyllischen Pool zwischen Palmen. Ho-Chi-Minh-Stadt wartet mit Wolkenkratzer-Hotels auf, deren Rooftop-Bars spektakuläre Ausblicke über die pulsierende Metropole bieten. Für die Strandabschnitte in Phan Thiet oder auf Phu Quoc stehen luxuriöse Beach-Resorts zur Verfügung, die keine Wünsche offenlassen : Private Strandabschnitte, Infinity-Pools, erstklassige Spa-Einrichtungen und Restaurants mit internationaler sowie lokaler Küche schaffen die perfekte Umgebung für erholsame Tage nach intensiven Besichtigungen.

Besondere Übernachtungserlebnisse und lokale Unterkünfte

Neben klassischen Hotels bieten sich in Vietnam aussergewöhnliche Übernachtungsmöglichkeiten, die das Reiseerlebnis bereichern. Die Nacht auf einer Dschunke in der Halong-Bucht gehört zu den Höhepunkten jeder Rundreise : Moderne Schiffe verfügen über komfortable Kabinen mit Panoramafenstern, Klimaanlage und eigenem Bad, während Sie zwischen den Kalksteinfelsen hindurchgleiten und in einsamen Buchten ankern. Einige Programme beinhalten auch eine Übernachtung in einem Farmstay im Mekong-Delta, wo Sie bei einer lokalen Familie zu Gast sind und Einblicke in das ländliche Leben erhalten. Diese Unterkünfte sind einfach, aber sauber, und das gemeinsame Abendessen mit frisch zubereiteten regionalen Spezialitäten gehört zu den authentischsten Erfahrungen. In Sapa ermöglichen Homestays bei den ethnischen Minderheiten wie den Hmong oder Dao kulturelle Begegnungen, wobei Sie in traditionellen Pfahlbauten übernachten und an der Lebensweise der Bergvölker teilhaben. Für Reisende, die Komfort mit Authentizität verbinden möchten, bieten sich Heritage-Hotels an : In Hue wurde der Pilgrimage Village-Komplex nach traditioneller Architektur gestaltet, mit Bungalows in einem tropischen Garten und einem Spa, das traditionelle vietnamesische Behandlungen anbietet. Diese Vielfalt an Unterkunftsoptionen erlaubt es, die Rundreise individuell zu gestalten und zwischen verschiedenen Komfortstufen zu wechseln.

Kulinarische Entdeckungen und gastronomische Höhepunkte

Regionale Spezialitäten 

Die vietnamesische Küche zählt zu den vielfältigsten und raffiniertesten Asiens, wobei jede Region eigene Spezialitäten entwickelt hat. Im Norden dominieren Pho, die berühmte Reisnudelsuppe mit Rindfleisch oder Huhn, sowie Bun Cha, gegrilltes Schweinefleisch mit Reisnudeln und Kräutern. Die Hanoi-Version der Pho zeichnet sich durch eine klare, subtile Brühe aus, während im Süden eine süssere, mit Kräutern und Gewürzen reichhaltigere Variante bevorzugt wird. Zentralvietnam wartet mit der kaiserlichen Küche Hues auf, wo aufwendig zubereitete Gerichte wie Banh Khoai, knusprige Reispfannkuchen mit Garnelen, oder Bun Bo Hue, eine würzige Rindfleischnudelsuppe, serviert werden. Hoi An ist berühmt für sein Cao Lau, dicke Reisnudeln mit Schweinefleisch und Kräutern, die nur mit Wasser aus einem bestimmten Brunnen zubereitet werden können. Im Süden prägen tropische Früchte und Kokosmilch die Gerichte, während das Mekong-Delta mit Fischspezialitäten und exotischen Früchten wie Rambutan, Drachenfrucht und Mangostane aufwartet. Strassenküche spielt eine zentrale Rolle im vietnamesischen Alltag : An zahllosen Garküchen werden frische Gerichte vor Ihren Augen zubereitet, wobei die hygienischen Standards in touristischen Gebieten durchaus akzeptabel sind.

Kulinarische Erlebnisse und Kochkurse

Für Feinschmecker bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, die vietnamesische Küche aktiv zu entdecken. Kochkurse gehören in Hoi An zum Standardprogramm : Nach einem Besuch auf dem lokalen Markt, wo Sie die frischen Zutaten kennenlernen, bereiten Sie unter Anleitung eines Chefkochs klassische Gerichte wie Frühlingsrollen, Papayasalat oder gegrillten Fisch in Bananenblättern zu. Diese Kurse finden oft in wunderschön gelegenen Kochschulen am Flussufer statt und beinhalten ein gemeinsames Mittagessen mit den selbst zubereiteten Speisen. In Ho-Chi-Minh-Stadt führen kulinarische Touren durch die versteckten Gassen, wo Sie an verschiedenen Ständen lokale Spezialitäten probieren und dabei Einblicke in das städtische Leben erhalten. Besonders reizvoll sind nächtliche Food-Tours auf dem Roller, bei denen Sie wie Einheimische von Garküche zu Garküche fahren. Gehobene Restaurants interpretieren die traditionelle Küche neu : Das Home Hanoi serviert verfeinerte nordvietnamesische Gerichte in einem stilvollen Kolonialhaus, während das Secret Garden in Ho-Chi-Minh-Stadt auf einer versteckten Dachterrasse traditionelle Rezepte mit modernen Akzenten präsentiert. Vegetarier und Veganer finden in Vietnam ein Paradies, da buddhistische Traditionen eine reichhaltige fleischlose Küche hervorgebracht haben, die weit über einfache Gemüsegerichte hinausgeht.

Kulturelle Highlights und historische Stätten

Die kaiserliche Vergangenheit in Hue und die Handelstradition Hoi Ans

Die alte Kaiserstadt Hue diente von 1802 bis 1945 als Hauptstadt des vietnamesischen Kaiserreichs und bewahrt bis heute eindrucksvolle Zeugnisse dieser glanzvollen Epoche. Die Zitadelle mit der Verbotenen Stadt im Zentrum erstreckt sich über zehn Quadratkilometer und ist von einem Wassergraben sowie massiven Mauern umgeben. Obwohl während des Vietnamkriegs erhebliche Zerstörungen erfolgten, vermitteln die restaurierten Paläste, Tempel und Gärten einen Eindruck von der einstigen Pracht. Besonders eindrucksvoll sind die Kaisergräber entlang des Parfümflusses, monumentale Anlagen, die jeder Kaiser zu Lebzeiten für sich errichten liess. Das Grab von Kaiser Khai Dinh verbindet vietnamesische und europäische Architekturelemente zu einem einzigartigen Ensemble, während das Grab von Kaiser Tu Duc in einem idyllischen Park mit Teichen und Pavillons liegt. Hoi An, südlich von Hue, repräsentiert eine ganz andere Facette vietnamesischer Geschichte : Vom 16. bis 18. Jahrhundert florierte hier ein internationaler Handelshafen, in dem chinesische, japanische und europäische Kaufleute ihre Niederlassungen unterhielten. Die perfekt erhaltene Altstadt mit ihren gelb getünchten Handelshäusern, der überdachten Japanischen Brücke und den farbenprächtigen Lampions gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Abends verwandelt sich die verkehrsfreie Altstadt in eine märchenhafte Szenerie, wenn tausende Laternen die Gassen und den Fluss illuminieren.

Die Halong-Bucht und natürliche Weltwunder

Die Halong-Bucht im Golf von Tonkin zählt zu den spektakulärsten Naturlandschaften der Welt und ist seit 1994 UNESCO-Weltnaturerbe. Über dreitausend Kalksteinfelsen und Inseln ragen aus dem smaragdgrünen Wasser, geformt durch Jahrmillionen der Erosion. Legenden erzählen von einem Drachen, der diese Landschaft schuf, indem er mit seinem Schwanz tiefe Furchen in die Erde schlug, die später vom Meer geflutet wurden. Eine Kreuzfahrt durch dieses Labyrinth aus Felsen gehört zu den unverzichtbaren Erlebnissen einer Vietnam-Reise : Moderne Dschunken mit komfortablen Kabinen navigieren zwischen den bizarren Formationen hindurch, legen in versteckten Buchten zum Schwimmen an und besuchen einige der grossen Höhlen. Die Sung Sot-Höhle beeindruckt mit gigantischen Tropfsteinhallen, während schwimmende Fischerdörfer Einblicke in das Leben der Menschen bieten, die seit Generationen auf dem Wasser leben. Weniger bekannt, aber ebenso spektakulär ist die Bai Tu Long Bucht östlich von Halong, die aufgrund schwierigerer Erreichbarkeit weniger besucht wird und dadurch ursprünglicher wirkt. Der Phong Nha-Ke Bang Nationalpark in Zentralvietnam beherbergt die grössten Höhlensysteme der Welt, darunter die Son Doong, deren Haupthalle so gross ist, dass ein ganzer Häuserblock darin Platz fände. Zwar bleiben Expeditionen in die Son Doong Spezialisten vorbehalten, doch die zugängliche Paradies-Höhle mit ihren 31 Kilometern unterirdischer Gänge und spektakulären Stalagmiten-Formationen bietet einen atemberaubenden Einblick in diese verborgene Welt.

Aktivitäten und Abenteuer abseits der klassischen Routen

Trekking in Sapa und Begegnungen mit ethnischen Minderheiten

Die Bergregion um Sapa im äussersten Norden Vietnams bietet eine völlig andere Facette des Landes. Hier leben ethnische Minderheiten wie die Hmong, Dao und Tay in abgelegenen Dörfern, umgeben von spektakulären Reisterrassen, die sich terrassenförmig die steilen Hänge hinaufziehen. Mehrtägige Trekkingtouren führen durch diese eindrucksvolle Landschaft, wobei Übernachtungen in einfachen Homestays bei den lokalen Familien authentische kulturelle Begegnungen ermöglichen. Die Frauen der Hmong tragen traditionell bestickte Kleidung in dunklem Indigo, während die Dao durch ihre roten Kopfbedeckungen auffallen. Der Besuch eines Wochenmarktes, wo die Bergvölker aus der Umgebung zusammenkommen, um ihre Produkte zu tauschen, bietet farbenprächtige Fotomotive und Einblicke in eine jahrhundertealte Handelstradition. Der Fansipan, mit 3.143 Metern höchster Berg Vietnams, kann entweder in einer anstrengenden zweitägigen Wanderung oder bequem mit der Seilbahn erklommen werden, wobei die Aussicht über die nebelverhangenen Bergketten an klaren Tagen bis nach China reicht. Für anspruchsvolle Reisende, die 3 Wochen zur Verfügung haben, lohnt sich der Abstecher nach Sapa trotz der langen Anreise von Hanoi, da diese Region einen einzigartigen Kontrast zu den kulturellen und landschaftlichen Höhepunkten im restlichen Vietnam bietet.

Wassersport und Strandaktivitäten an der Küste

Vietnams 3260 Kilometer lange Küstenlinie bietet zahlreiche Möglichkeiten für Wassersportler und Strandliebhaber. Die Insel Phu Quoc im Golf von Thailand entwickelt sich zu einem erstklassigen Tauchrevier mit intakten Korallenriffen und reicher Unterwasserfauna rund um die vorgelagerten An Thoi-Inseln. Tauchschulen bieten PADI-Kurse für Anfänger sowie geführte Tauchgänge für erfahrene Taucher zu den besten Spots. Schnorchler finden bereits in Strandnähe farbenfrohe Fischschwärme, während Kajaktouren zu einsamen Buchten und Mangrovenwäldern führen. Mui Ne bei Phan Thiet gilt als Hochburg für Kitesurfer und Windsurfer, die von den beständigen Winden zwischen November und März profitieren. Anfänger finden hier ideale Bedingungen, um den Sport zu erlernen, während Profis in den Wellen ihre Tricks perfektionieren. Die bizarren Sanddünen von Mui Ne, die an eine Wüstenlandschaft erinnern, laden zu Sonnenauf- oder Sonnenuntergangswanderungen ein. Aktivere Besucher können Sandboarding ausprobieren oder einen Ausritt am endlosen Strand unternehmen. Die zentralvietnamesische Küste bei Hoi An und Da Nang bietet kilometerlange Sandstrände, wobei der My Khe Beach zu den schönsten des Landes zählt. Hier stehen Beachclubs mit Liegen und Sonnenschirmen zur Verfügung, während Surfschulen Unterricht für Wellenreiter geben.

Budget und Kostenplanung für die 3-wöchige Rundreise

Pauschalreisen oder individuelle Reiseplanung

Die Kosten für eine 3-wöchige Vietnam-Rundreise variieren erheblich je nach Reisestil, Unterkunftsstandard und Buchungsvariante. Pauschalangebote mit organisierten Rundreisen beginnen bei etwa 2500 Schweizer Franken pro Person für die reine Landleistung in Mittelklassehotels, wobei internationale Flüge zusätzlich zwischen 700 und 1.200 Schweizer Franken kosten. Die flexible Rundreise Vietnam mit optionalem Strandaufenthalt bietet verschiedene Komfortkategorien zwischen 4 und 5 Sternen, die entsprechende Preisunterschiede aufweisen. Gehobene Rundreisen mit Luxusunterkünften, privaten Transfers und deutschsprachiger Reiseleitung bewegen sich zwischen 5.000 und 7.000 Schweizer Franken, bieten dafür aber maximalen Komfort und Flexibilität. Individuell organisierte Reisen können günstiger ausfallen, erfordern jedoch erheblichen Planungsaufwand und Sprachkenntnisse für Buchungen vor Ort. Die täglichen Ausgaben vor Ort hängen stark vom persönlichen Stil ab : Budget-Reisende kommen mit 30 bis 50 Schweizer Franken pro Tag für Verpflegung, lokale Transportmittel und Eintrittsgelder aus, während anspruchsvolle Reisende mit 100 bis 150 Schweizer Franken rechnen sollten. Restaurants der gehobenen Kategorie bleiben nach europäischen Massstäben erschwinglich, wobei ein mehrgängiges Dinner in einem erstklassigen Restaurant selten mehr als 40 Schweizer Franken kostet. Massage und Spa-Behandlungen sind deutlich günstiger als in der Schweiz, wodurch sich tägliche Verwöhnprogramme problemlos ins Budget integrieren lassen.

Versteckte Kosten und Spartipps

Bei der Budgetplanung sollten zusätzliche Ausgaben berücksichtigt werden, die nicht immer in den Paketpreisen enthalten sind. Visa-Gebühren entfallen zwar für Vietnam, doch für kombinierte Rundreisen mit Kambodscha fallen etwa 40 Schweizer Franken an. Trinkgelder sind üblich und werden von Reiseleitern, Fahrern und Hotelpersonal erwartet, wobei insgesamt 100 bis 150 Schweizer Franken für drei Wochen angemessen sind. Viele Rundreise-Pakete beinhalten nur Frühstück, wodurch Mittag- und Abendessen zusätzlich anfallen. Hier lässt sich erheblich sparen, indem Sie lokale Restaurants statt touristischer Etablissements aufsuchen : Eine Pho zum Frühstück kostet in einer einheimischen Garküche umgerechnet 2 Schweizer Franken, während touristische Restaurants das Fünffache verlangen. Inlandsflüge sind bei rechtzeitiger Buchung erschwinglich, wobei Billigflieger wie VietJet Air Strecken ab 30 Schweizer Franken anbieten. Allerdings fallen Gepäckgebühren extra an, die schnell den günstigen Ticketpreis relativieren. Eintrittsgelder für Sehenswürdigkeiten bewegen sich zwischen 3 und 15 Schweizer Franken und summieren sich über drei Wochen auf etwa 150 bis 200 Schweizer Franken. Souvenirs und massgeschneiderte Kleidung in Hoi An verlocken zu Spontankäufen, wobei Verhandlungsgeschick die Preise erheblich senken kann. Die beste Strategie besteht darin, zunächst mehrere Angebote einzuholen und erst am Ende des Aufenthalts zu kaufen, wenn Sie ein Gefühl für angemessene Preise entwickelt haben.

Gesundheit, Sicherheit und praktische Reisetipps

Medizinische Vorsorge und Apotheken vor Ort

Vietnam gilt als sicheres Reiseland mit guter medizinischer Infrastruktur in den grossen Städten, wobei Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt über internationale Kliniken mit englischsprachigem Personal verfügen. Das Family Medical Practice und das Raffles Medical bieten westlichen Standard, allerdings zu entsprechenden Preisen, weshalb eine Auslandskrankenversicherung unverzichtbar bleibt. In ländlichen Gebieten beschränkt sich die Versorgung auf einfache Gesundheitsstationen, die bei ernsthaften Problemen an Krankenhäuser in den Städten überweisen. Eine Reiseapotheke sollte neben Standardmedikamenten gegen Durchfall, Schmerzen und Fieber auch Mittel gegen Mückenstiche enthalten, da Dengue-Fieber in Vietnam vorkommt. Mückenschutzmittel mit hohem DEET-Gehalt sowie lange, helle Kleidung bieten den besten Schutz, wobei die Tigermücke als Überträger auch tagsüber aktiv ist. Das Leitungswasser sollte nicht getrunken werden, versiegelte Wasserflaschen sind überall günstig erhältlich. Vorsicht gilt bei Eiswürfeln in Drinks, die in touristischen Betrieben meist aus gereinigtem Wasser hergestellt werden, während bei Strassenständen Zurückhaltung angebracht ist. Rohes Gemüse und ungeschältes Obst bergen Risiken, weshalb die Regel gilt : Cook it, peel it or leave it. Die vietnamesische Küche wird generell frisch zubereitet, wodurch Lebensmittelvergiftungen seltener auftreten als in anderen südostasiatischen Ländern. Apotheken finden sich in jeder Stadt, wobei viele Medikamente ohne Rezept erhältlich sind und deutlich günstiger als in Europa ausfallen.

Sicherheit, Verhaltensregeln und kulturelle Sensibilität

Vietnam zählt zu den sichersten Reiseländern Südostasiens mit niedriger Kriminalitätsrate und gastfreundlicher Bevölkerung. Gewaltverbrechen gegen Touristen sind äusserst selten, doch Taschendiebstähle kommen in touristischen Gebieten vor, besonders in Ho-Chi-Minh-Stadt. Wertsachen sollten im Hotelsafe deponiert werden, während Handtaschen auf Rollern fahrend entrissen werden können. Abends empfiehlt sich für Spaziergänge eine gewisse Vorsicht in schlecht beleuchteten Vierteln, wobei Taxis oder Grab-Fahrten sicherer sind. Der Verkehr stellt für ungeübte Fussgänger die grösste Herausforderung dar : Das Überqueren mehrspuriger Strassen erfordert Mut und die richtige Technik, langsam und gleichmässig zu gehen, damit Roller und Autos ausweichen können. Kulturelle Sensibilität zeigt sich in angemessener Kleidung bei Tempelbesuchen, wobei Schultern und Knie bedeckt sein sollten. Buddhistische Mönche geniessen hohen Respekt, Frauen sollten sie nicht berühren. Das Fotografieren von Menschen erfordert vorherige Erlaubnis, besonders bei ethnischen Minderheiten. Trinkgeld ist in Vietnam nicht traditionell üblich, wird aber zunehmend erwartet, wobei 5 bis 10 % in Restaurants angemessen sind. Beim Handeln auf Märkten gehört freundliches Verhandeln zum Ritual, doch übertriebenes Feilschen wird als respektlos empfunden. Die vietnamesische Sprache kennt keine einfache Begrüssung ; ein Lächeln öffnet jedoch alle Türen, während grundlegende Höflichkeitsfloskeln wie "Xin chào" (Hallo) und "C?m ?n" (Danke) geschätzt werden.

Nachhaltiges Reisen und verantwortungsvoller Tourismus

Umweltschutz und Plastikvermeidung

Vietnam kämpft wie viele südostasiatische Länder mit Umweltproblemen, wobei Plastikmüll eine besondere Herausforderung darstellt. Verantwortungsvolle Reisende können durch bewusste Entscheidungen ihren ökologischen Fussabdruck reduzieren : Eine wiederverwendbare Wasserflasche mit Filterfunktion eliminiert den Bedarf an Plastikflaschen, wobei viele Hotels kostenfreie Nachfüllstationen anbieten. Stofftaschen für Einkäufe und die Ablehnung von Plastiktüten tragen zur Müllreduktion bei. Bei Bootsausflügen in der Halong-Bucht oder im Mekong-Delta sollte darauf geachtet werden, dass Anbieter verantwortungsvoll mit Abfall umgehen und keine Essensreste oder Müll ins Wasser werfen. Einige Anbieter haben Umweltzertifikate erworben und verpflichten sich zu nachhaltigen Praktiken. Beim Schnorcheln und Tauchen gilt strikte Zurückhaltung gegenüber Korallen, die durch Berührung schwer geschädigt werden. Souvenirs aus geschützten Tier- und Pflanzenarten wie Schildkrötenpanzer, Elfenbein oder bestimmte Hölzer sollten grundsätzlich gemieden werden, da deren Handel illegal ist und zu Artenschwund beiträgt. Restaurants, die Wildtiere auf der Speisekarte führen, verdienen keine Unterstützung, wobei die traditionelle vietnamesische Küche genügend faszinierende Alternativen bietet. Einige Reiseveranstalter haben sich dem nachhaltigen Tourismus verschrieben und arbeiten mit lokalen Gemeinschaften zusammen, wodurch Einnahmen direkt den Menschen vor Ort zugutekommen.

Soziale Verantwortung und faire Begegnungen

Authentische kulturelle Begegnungen bereichern jede Reise, sollten jedoch auf Augenhöhe und mit Respekt erfolgen. Besuche in Dörfern ethnischer Minderheiten in Sapa oder im Hochland bergen das Risiko, Menschen zu Objekten touristischer Neugier zu degradieren. Seriöse Veranstalter arbeiten mit Community-based Tourism-Projekten zusammen, bei denen die Dorfgemeinschaften entscheiden, wie und wann sie Besucher empfangen, und direkt von den Einnahmen profitieren. Geldgeschenke an bettelnde Kinder perpetuieren problematische Strukturen und sollten durch Spenden an seriöse Organisationen ersetzt werden, die Bildung und Entwicklung fördern. Beim Fotografieren von Menschen gilt die Regel, vorher um Erlaubnis zu fragen und die Ablehnung zu respektieren. Einige ethnische Minderheiten haben spirituelle Bedenken gegen Fotografien oder möchten nicht als exotische Attraktion zur Schau gestellt werden. Faire Preise für Handwerksprodukte zu bezahlen unterstützt traditionelle Kunstformen : Die stundenlange Handarbeit einer bestickten Hmong-Tasche rechtfertigt einen höheren Preis als Massenware vom Markt. Soziale Unternehmen wie Reaching Out in Hoi An beschäftigen Menschen mit Behinderungen und bieten hochwertige Handwerksprodukte an, wobei der Kauf direkt zur Verbesserung von Lebensbedingungen beiträgt. Restaurants, die benachteiligte Jugendliche ausbilden, verdienen Unterstützung ebenso wie Hotels, die faire Löhne zahlen und lokale Lieferanten bevorzugen.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Überblick

Hanoi und die Hauptstadt-Highlights

Die vietnamesische Hauptstadt Hanoi verbindet tausendjährige Geschichte mit der Dynamik einer modernen Metropole. Das Herzstück bildet die Altstadt mit ihren 36 Strassen, die nach traditionellen Handwerkszünften benannt sind und wo bis heute spezialisierte Händler ihre Waren anbieten. Der Hoan-Kiem-See dient als Treffpunkt für morgendliche Tai-Chi-Gruppen und abendliche Spaziergänger, während die Ngoc-Son-Pagode auf einer Insel im See über eine malerische rote Brücke erreichbar ist. Das Ho-Chi-Minh-Mausoleum beeindruckt durch seine monumentale sowjetische Architektur, wobei der einbalsamierte Körper des Staatsgründers besichtigt werden kann – allerdings nur vormittags und unter strikten Regeln. Der angrenzende Präsidentenpalast mit seinen gepflegten Gärten und das bescheidene Pfahlhaus, in dem Ho Chi Minh lebte, bilden einen faszinierenden Kontrast. Der Literaturtempel, 1070 als erste Universität Vietnams gegründet, zählt zu den schönsten historischen Stätten mit seinen fünf Innenhöfen und der Sammlung von Steinstelen. Das Wasserpuppentheater bietet abendliche Vorstellungen einer traditionellen Kunstform, bei der Puppen auf einer Wasserbühne Szenen aus dem ländlichen Leben darstellen. Kulinarisch begeistert Hanoi mit seinen legendären Garküchen, wobei eine Food-Tour durch die Altstadt zu den authentischsten Erlebnissen zählt.

Ho-Chi-Minh-Stadt und das pulsierende Saigon

Die südliche Metropole Ho-Chi-Minh-Stadt, von Einheimischen noch immer Saigon genannt, strahlt eine ganz andere Energie aus als das traditionelle Hanoi. Das koloniale Erbe zeigt sich in Prachtbauten wie der neoromanischen Notre-Dame-Kathedrale und dem benachbarten Hauptpostamt, dessen Innenraum mit seinen schmiedeeisernen Konstruktionen an einen Bahnhof erinnert. Der Wiedervereinigungspalast, ehemals Präsidentenpalast des südvietnamesischen Regimes, dokumentiert das Ende des Vietnamkriegs, als am 30. April 1975 ein nordvietnamesischer Panzer die Tore durchbrach. Die Inneneinrichtung im Stil der 1960er-Jahre blieb weitgehend erhalten und vermittelt Einblicke in das Leben der damaligen Elite. Das Kriegsopfermuseum konfrontiert mit der brutalen Realität des Vietnamkriegs durch Fotografien, Dokumente und Ausstellungsstücke, wobei der Besuch emotional fordernd, aber für das Verständnis der jüngeren Geschichte unverzichtbar ist. Der Ben-Thanh-Markt bietet unter seinem charakteristischen Uhrenturm alles von frischen Lebensmitteln bis zu Souvenirs, wobei Verhandlungsgeschick gefragt ist. Abends verwandelt sich der Vorplatz in einen Nachtmarkt mit zahllosen Garküchen. Das moderne Gesicht der Stadt zeigt sich in District 1 mit seinen Wolkenkratzern, Luxusboutiquen und Rooftop-Bars wie der Saigon Saigon Bar im Caravelle Hotel, von wo sich spektakuläre Ausblicke über die nächtliche Skyline bieten.

Eine 3-wöchige Rundreise durch Vietnam offenbart ein Land von bemerkenswerter Vielfalt, wo jahrtausendealte Traditionen auf rasante Modernisierung treffen und spektakuläre Naturlandschaften mit kulturellen Schätzen wetteifern. Von den nebelverhangenen Bergen Sapas bis zu den tropischen Stränden Phu Quocs erleben Sie die ganze Bandbreite südostasiatischer Faszination, wobei die vietnamesische Gastfreundschaft und die raffinierte Küche jeden Tag zu einem neuen Abenteuer machen. Diese Reise bleibt nicht nur wegen ihrer landschaftlichen Höhepunkte unvergesslich, sondern vor allem durch die Begegnungen mit Menschen, deren Herzlichkeit und Lebensfreude trotz schwieriger Geschichte beeindrucken. Drei Wochen erlauben es, tief in die vietnamesische Seele einzutauchen und ein Land kennenzulernen, das weit mehr zu bieten hat als die üblichen touristischen Klischees vermuten lassen.

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Rundreise Vietnam 3 Wochen

Eine komfortable 3-wöchige Vietnam-Rundreise kostet zwischen 3.500 und 6.000 Schweizer Franken pro Person inklusive internationaler Flüge, wobei organisierte Rundreisen mit Mittelklassehotels am unteren Ende dieser Spanne liegen. Luxuriöse Varianten mit 5-Sterne-Unterkünften und privaten Transfers erreichen 7.000 bis .000 Schweizer Franken. Zusätzlich fallen tägliche Ausgaben für Mahlzeiten, Trinkgelder und Eintrittsgelder von 50 bis 150 Schweizer Franken an, abhängig vom persönlichen Lebensstil. Budget-Reisende können mit Gesamtkosten ab 2.500 Schweizer Franken auskommen, müssen dafür jedoch Abstriche bei Komfort und Flexibilität in Kauf nehmen. Pauschalangebote bieten oft das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, da Hotels und Transfers zu günstigeren Konditionen eingekauft werden als bei individueller Buchung.

Drei Wochen stellen die ideale Dauer für eine umfassende Vietnam-Rundreise dar, die alle wichtigen Regionen von Nord nach Süd abdeckt und zusätzlich Zeit für Entspannung am Strand lässt. Kürzere Reisen von ein bis zwei Wochen müssen sich auf Highlights konzentrieren und verzichten entweder auf den Norden oder den Süden. Mit drei Wochen lassen sich auch weniger touristische Ziele wie Phong Nha, Sapa oder eine Kombination mit Kambodscha integrieren, ohne dass Hektik aufkommt. Für Reisende, die ausschliesslich die klassische Route Hanoi, Halong, Hue, Hoi An und Ho-Chi-Minh-Stadt bevorzugen, reichen auch zwei Wochen aus. Wer jedoch tiefere kulturelle Einblicke und authentische Begegnungen sucht, profitiert von der längeren Dauer.

Für die Einreise aus Europa sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben, doch Reisemediziner empfehlen neben den Standardimpfungen zusätzlich Schutz gegen Hepatitis A und B sowie Typhus. Eine Tollwut-Impfung ist sinnvoll für Reisende, die viel in ländlichen Gebieten unterwegs sind oder längere Trekkingtouren planen. Malaria-Prophylaxe ist für die touristischen Hauptrouten nicht erforderlich, da Hanoi, Halong, Hue, Hoi An und Ho-Chi-Minh-Stadt als malariafrei gelten. Lediglich für abgelegene Bergregionen wie Sapa oder das zentrale Hochland sollte das Risiko mit einem Tropenmediziner besprochen werden. Dengue-Fieber kommt landesweit vor, wobei konsequenter Mückenschutz mit DEET-haltigen Repellents und langer Kleidung die beste Vorbeugung darstellt. Impfungen sollten mindestens sechs Wochen vor Abreise begonnen werden.

Die Regenzeit variiert regional und bedeutet nicht durchgehenden Regen, sondern meist kurze, heftige Schauer am Nachmittag oder Abend. Der Süden erlebt seine Regenzeit von Mai bis Oktober, wobei Vormittage oft sonnig bleiben und sich Besichtigungen problemlos durchführen lassen. Zentralvietnam sollte zwischen September und Januar gemieden werden, da hier langanhaltende Regenfälle und Überschwemmungen auftreten. Der Norden ist zwischen Mai und September feucht-heiss, doch für Naturliebhaber bieten die sattgrünen Reisterrassen gerade dann spektakuläre Fotomotive. Vorteile der Nebensaison sind deutlich günstigere Preise, weniger Touristen und üppigere Vegetation. Nachteile umfassen mögliche Programmänderungen bei Unwettern und eingeschränkte Sicht bei Bootsfahrten. Wer flexibel bleibt, kann auch in der Regenzeit eine wunderbare Reise erleben.

Schweizer Staatsangehörige können seit August 2023 bis zu 45 Tage visumfrei nach Vietnam einreisen, was die Formalitäten erheblich vereinfacht. Der Reisepass muss lediglich noch sechs Monate über das Reiseende hinaus gültig sein. Für längere Aufenthalte oder bei geplanter Wiedereinreise nach einem Kambodscha-Abstecher sollten die aktuellen Bestimmungen geprüft werden. Bei kombinierten Rundreisen nach Kambodscha wird ein separates Visum benötigt, das als E-Visum vorab online oder bei Ankunft an der Grenze beantragt werden kann. Die Bearbeitungsgebühr beträgt etwa 40 Schweizer Franken, die Genehmigung erfolgt innerhalb von drei Werktagen. Visa bei Ankunft können längere Wartezeiten an den Grenzübergängen bedeuten.

Vietnam gilt als eines der sichersten Länder Südostasiens für alleinreisende Frauen, wobei Gewaltverbrechen äusserst selten vorkommen. Die vietnamesische Gesellschaft ist grundsätzlich respektvoll, und westliche Reisende werden mit Neugier und Gastfreundschaft empfangen. Taschendiebstähle in touristischen Gebieten stellen das grösste Risiko dar, weshalb Wertgegenstände sicher verwahrt werden sollten. Abends ist Vorsicht in schlecht beleuchteten Vierteln angebracht, wobei lizenzierte Taxis oder Grab-Fahrten sicherer als Spaziergänge sind. Angemessene Kleidung wird geschätzt, besonders bei Tempelbesuchen. Aufdringliche Verkäufer können lästig sein, reagieren aber auf höfliches, aber bestimmtes Ablehnen. Viele alleinreisende Frauen berichten von äusserst positiven Erfahrungen und der Hilfsbereitschaft der Einheimischen. Organisierte Gruppenreisen bieten zusätzliche Sicherheit für diejenigen, die sich unwohl fühlen.

Für anspruchsvolle Reisende bieten sich in Hanoi das legendäre Sofitel Legend Metropole mit seiner kolonialen Pracht oder das moderne Hotel de l'Opera an. In Hoi An verbindet das Anantara Hoi An Resort vietnamesische Architektur mit Luxus am Flussufer, während das Four Seasons Nam Hai ausserhalb der Stadt einen der spektakulärsten Strandabschnitte Vietnams bietet. Hue wartet mit dem Pilgrimage Village auf, einem Boutique-Resort in traditionellem Stil. In Ho-Chi-Minh-Stadt zählen das historische Hotel Continental und das moderne Park Hyatt Saigon zu den Top-Adressen. Für Strandaufenthalte bieten sich auf Phu Quoc das JW Marriott Emerald Bay oder das InterContinental Long Beach an, während Phan Thiet mit dem Anantara Mui Ne Resort beeindruckt. Alle genannten Hotels bieten erstklassigen Service, Spa-Einrichtungen und exzellente Restaurants.

Vietnam bietet paradiesische Bedingungen für Vegetarier und Veganer, da buddhistische Traditionen eine reichhaltige fleischlose Küche hervorgebracht haben. An buddhistischen Feiertagen am 1. und 15. Tag des Mondmonats servieren selbst normale Restaurants vegetarische Menüs. Spezialisierte vegetarische Restaurants finden sich in allen Städten, wobei Hue für seine kaiserliche vegetarische Küche berühmt ist. Tofu, Pilze, Gemüse und Reis bilden die Basis zahlreicher Gerichte, während Mock-Meat-Produkte aus Soja Fleisch täuschend echt imitieren. In touristischen Gebieten verstehen Restaurants vegetarische Wünsche, und die Begriffe "khong thit" (ohne Fleisch) oder "chay" (vegetarisch) helfen bei der Bestellung. Veganer sollten auf Fischsauce achten, die in vielen Gerichten verwendet wird, und explizit "khong nuoc mam" (ohne Fischsauce) bestellen. Märkte bieten frisches tropisches Obst in verschwenderischer Vielfalt.

Die Kombination aus Vietnam und Kambodscha bietet sich bei drei Wochen Reisezeit an, da beide Länder kulturell und historisch eng verbunden sind und unterschiedliche Facetten Indochinas repräsentieren. Die Tempelanlagen von Angkor zählen zu den beeindruckendsten archäologischen Stätten der Welt und rechtfertigen den zusätzlichen Aufwand. Drei bis vier Tage in Siem Reap erlauben die Besichtigung der wichtigsten Tempel, während ein Aufenthalt in Phnom Penh Einblicke in die jüngere Geschichte Kambodschas vermittelt. Die Anreise erfolgt per Flug von Ho-Chi-Minh-Stadt nach Siem Reap oder auf dem Landweg über die Grenze bei Chau Doc. Kombinierte Rundreisen werden von spezialisierten Veranstaltern angeboten und sind logistisch durchdacht. Allerdings reduziert die Erweiterung die Zeit für Vietnam selbst, weshalb Reisende abwägen sollten, ob sie lieber ein Land intensiv oder zwei Länder im Überblick erleben möchten.

Hoi An ist berühmt für massgeschneiderte Kleidung, wobei Schneider binnen 24 Stunden Anzüge, Kleider oder Mäntel nach Mass anfertigen. Qualität und Passform variieren erheblich, weshalb Empfehlungen anderer Reisender wertvoll sind. Seidenschals, Lackwaren und Keramik aus Bat Trang bei Hanoi gehören zu den klassischen Mitbringseln. Vietnamesischer Kaffee, besonders die Sorte Weasel Coffee, gilt als Delikatesse, wobei echter Weasel Coffee sehr teuer ist und oft gefälscht wird. Gewürze, getrocknete Früchte und Lotus-Tee lassen sich gut transportieren. Kunsthandwerk der ethnischen Minderheiten wie bestickte Textilien der Hmong oder Silberschmuck der Dao unterstützen traditionelle Fertigkeiten. Propaganda-Poster im sowjetischen Stil und Wasserpuppen bieten originelle Deko-Objekte. Beim Kauf von Antiquitäten ist Vorsicht geboten, da die Ausfuhr alter Objekte streng geregelt ist.

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