Urlaub auf Madeira
Sommaire
Die portugiesische Insel Madeira erhebt sich majestätisch aus dem Atlantik und präsentiert sich als facettenreiches Naturparadies, das weit über das Image einer klassischen Seniorendestination hinausgeht. Zwischen dramatischen Steilküsten, mystischen Lorbeerwäldern und ganzjährig mildem Klima entfaltet sich ein Reiseziel, das sowohl Aktivurlauber als auch Genussmenschen gleichermassen begeistert. Die Blumeninsel, wie sie liebevoll genannt wird, lockt mit einzigartigen Wanderwegen entlang der legendären Levadas, spektakulären Gipfeltouren über den Wolken und authentischen kulinarischen Erlebnissen, die von frischem Degenfisch bis zum weltberühmten Madeirawein reichen. Für Schweizer Reisende erweist sich die Anreise als besonders unkompliziert : Direktflüge ab Zürich bringen Feriengäste in nur vier Stunden auf dieses atlantische Juwel, wo das Thermometer selbst im Winter selten unter 15 Grad fällt. Die Kombination aus portugiesischer Gastfreundschaft, atemberaubenden Landschaften und einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis macht Madeira zu einem der begehrtesten Ziele für anspruchsvolle Ferien, die Abenteuer und Erholung in perfekter Balance vereinen.
Die besten Aktivitäten auf Madeira
Wandern entlang der Levadas : Die einzigartigen Wasserkanäle
Das ausgeklügelte Netz aus Levadas stellt eines der faszinierendsten Charakteristika Madeiras dar und verwandelt die Insel in ein Wanderparadies ersten Ranges. Diese historischen Bewässerungskanäle, die bereits im 15. Jahrhundert angelegt wurden, ziehen sich über mehr als 2.500 Kilometer durch die gesamte Insellandschaft und erschliessen dabei Regionen von überwältigender Schönheit. Der Levada do Caldeirão Verde gehört zu den spektakulärsten Routen und führt durch üppige Lorbeerwälder, vorbei an schwindelerregenden Klippen und durch in den Fels gehauene Tunnel bis zu einem beeindruckenden Wasserfall. Die gut unterhaltenen Pfade entlang der Wasserläufe ermöglichen Wanderungen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade, von gemütlichen Spaziergängen bis zu anspruchsvollen Tagestouren. Besonders reizvoll erweist sich die Levada das 25 Fontes, die zu einem malerischen Tal mit 25 natürlichen Quellen führt. Wanderer sollten stets feste Schuhe mit gutem Profil tragen, da die Wege stellenweise rutschig sein können, und eine Stirnlampe für die Tunnelpassagen mitführen. Die Levada-Wanderungen bieten nicht nur sportliche Herausforderung, sondern auch intensive Naturerlebnisse mit endemischer Flora und Fauna sowie atemberaubenden Ausblicken auf Täler und Küsten.
Gipfelstürmer am Pico do Arieiro : Die spektakuläre Wanderung zum Pico Ruivo über den Wolken
Die Wanderung vom Pico do Arieiro zum Pico Ruivo zählt zu den eindrucksvollsten Höhenwegen Europas und führt Bergfreunde durch eine Landschaft von geradezu unwirklicher Schönheit. Der Startpunkt auf 1.818 Metern über dem Meeresspiegel bietet bereits ein grandioses Panorama über ein Wolkenmeer, das die tieferliegenden Regionen der Insel verhüllt. Der gut markierte Pfad schlängelt sich entlang schroffer Felskämme, durch von Menschenhand geschaffene Tunnel und über schwindelerregende Passagen, die mit Geländern gesichert sind. Nach etwa drei Stunden intensiver Wanderung erreicht man den Pico Ruivo, mit 1.862 Metern den höchsten Gipfel Madeiras, von dem aus sich bei klarer Sicht ein 360-Grad-Rundblick über die gesamte Insel eröffnet. Die Route erfordert eine gute Kondition und Schwindelfreiheit, belohnt jedoch mit unvergesslichen Impressionen einer Hochgebirgslandschaft mitten im Atlantik. Besonders eindrucksvoll präsentiert sich die Tour in den frühen Morgenstunden, wenn die ersten Sonnenstrahlen die Felswände in warme Farbtöne tauchen und die Wolkendecke unter den Füssen der Wanderer zu leuchten beginnt. Wetterfeste Kleidung ist unerlässlich, da die Bedingungen in dieser Höhe rasch wechseln können.
Funchal erleben : Die Markthalle und die berühmte Korbschlittenfahrt in Monte
Die Hauptstadt Funchal vereint historischen Charme mit modernem Komfort und bildet das pulsierende Herz der Insel. Im Zentrum lockt der Mercado dos Lavradores, eine farbenprächtige Markthalle, in der Händler tropische Früchte, duftende Blumen und fangfrischen Fisch anbieten. Die kunstvoll dekorierten Stände präsentieren die Vielfalt madeirensischer Erzeugnisse, von exotischen Maracujas über traditionelle Honigkuchen bis zu handgeflochtenen Korbwaren. Ein architektonisches Juwel stellt die zweigeschossige Halle dar, deren Wände mit typischen blauen Azulejos geschmückt sind. Oberhalb der Stadt thront der Stadtteil Monte, der mit einer imposanten Wallfahrtskirche und einem tropischen Garten aufwartet. Die Hauptattraktion bildet jedoch die legendäre Korbschlittenfahrt, bei der waghalsige Passagiere in geflochtenen Weidenkörben die steilen Strassen hinuntersausen, gesteuert von traditionell gekleideten Carreiros mit Strohhüten. Diese über 150 Jahre alte Tradition garantiert ein rasantes Vergnügen über zwei Kilometer asphaltierte Strasse. Funchals Altstadt lädt zum Flanieren durch enge Gassen ein, gesäumt von Restaurants, Weinkellern und Boutiquen, während die moderne Uferpromenade mit zeitgenössischer Architektur und exquisiter Gastronomie beeindruckt.
Naturschwimmbecken : Baden in den vulkanischen Pools von Porto Moniz und Seixal
An der Nordwestküste Madeiras haben die Naturgewalten spektakuläre Naturschwimmbecken geschaffen, die zu den besonderen Attraktionen der Insel gehören. In Porto Moniz formieren sich die vulkanischen Felsformationen zu geschützten Bassins, in denen das kristallklare Atlantikwasser bei jeder Flut erneuert wird. Diese natürlichen Pools bieten ein sicheres Badevergnügen selbst bei stürmischer See, wenn die Wellen gegen die schwarzen Lavafelsen donnern und dabei spektakuläre Gischtfontänen erzeugen. Treppen und Holzstege erleichtern den Zugang zu den verschiedenen Becken, während Umkleidekabinen und Duschen den Komfort erhöhen. Besonders malerisch präsentiert sich das Küstendorf Seixal mit seinem schwarzen Sandstrand und den ebenfalls vulkanischen Schwimmbecken, eingebettet in eine dramatische Kulisse aus steil aufragenden Klippen und üppigem Grün. Die Wassertemperaturen bewegen sich ganzjährig zwischen 18 und 24 Grad, was erfrischende Abkühlung garantiert. Nach dem Bad laden kleine Restaurants mit Terrassen zum Verweilen ein, wo man bei gegrilltem Fisch und einem Glas Weisswein den Blick über das endlose Meer schweifen lassen kann. Diese Naturbäder verkörpern perfekt die wilde Schönheit Madeiras und den respektvollen Umgang mit der ursprünglichen Landschaft.
Die schönsten Regionen zum Übernachten
Funchal : Die Hauptstadt mit erstklassiger Gastronomie und Hotels für jeden Geschmack
Als kosmopolitisches Zentrum der Insel bietet Funchal eine beeindruckende Auswahl an Unterkünften, die von traditionsreichen Grandhotels bis zu modernen Boutique-Häusern reicht. Die Hotelzone erstreckt sich entlang der Küste und garantiert vielfach direkten Meerblick sowie Zugang zu gepflegten Promenaden. Besonders hervorzuheben ist die Zona Velha, die Altstadt, wo renovierte historische Gebäude charmante Gästehäuser beherbergen und Authentizität mit Komfort verbinden. Die gastronomische Szene Funchals hat sich in den letzten Jahren erheblich weiterentwickelt und präsentiert neben traditionellen Restaurants auch innovative Küchenchefs, die regionale Produkte neu interpretieren. Mehrere Häuser verfügen über Michelin-empfohlene Restaurants, in denen sich exzellente Weinbegleitung mit kreativem Menü paart. Die zentrale Lage ermöglicht kurze Wege zu kulturellen Sehenswürdigkeiten wie dem Madeira Story Centre oder der historischen Seilbahn, die hinauf nach Monte führt. Shoppingbegeisterte finden in den Geschäften der Avenida Arriaga hochwertige Handarbeiten und Designerstücke. Das Nachtleben konzentriert sich auf die Bars und Clubs der Altstadt, wo Live-Musik und Fado-Abende für stimmungsvolle Unterhaltung sorgen.
Ponta do Sol : Der sonnigste Ort der Insel, ideal für Entspannung
An der Südwestküste gelegen, geniesst Ponta do Sol den Ruf, die meisten Sonnenstunden Madeiras zu verzeichnen, was diesen malerischen Küstenort zu einem idealen Refugium für Erholungssuchende macht. Das Dorf breitet sich amphitheatralisch an einem Hang aus, gekrönt von einer historischen Kirche, während sich unten eine kleine Bucht mit einem Kieselstrand und einer modernen Badeanlage öffnet. Die Atmosphäre präsentiert sich deutlich ruhiger als in der Hauptstadt, mit familiengeführten Pensionen und kleineren Hotels, die persönlichen Service bieten. Besonders beliebt ist Ponta do Sol bei digitalen Nomaden, die in Co-Working-Spaces die Vorzüge des milden Klimas mit produktivem Arbeiten verbinden. Entlang der Uferpromenade reihen sich gemütliche Cafés und Restaurants, in denen man bei fangfrischem Fisch den Sonnenuntergang über dem Atlantik geniessen kann. Die Umgebung eignet sich hervorragend für entspannte Levada-Wanderungen durch Bananenplantagen und Terrassenfelder. Die Nähe zu Ribeira Brava und Calheta, wo sich einer der wenigen Sandstrände der Insel befindet, macht Ponta do Sol zum perfekten Ausgangspunkt für Tagesausflüge. Die gelassene Lebensart und die überdurchschnittliche Sonneneinstrahlung schaffen optimale Bedingungen für einen erholsamen Aufenthalt.
Santana : Bekannt für die traditionellen, strohgedeckten Häuschen
Im grünen Norden der Insel verkörpert Santana die traditionelle Seite Madeiras und beeindruckt mit den charakteristischen Casas de Colmo, dreieckigen Häuschen mit strohgedeckten Dächern, die zum Wahrzeichen der Region geworden sind. Diese farbenfrohen Behausungen, ursprünglich von Bauern bewohnt, stehen heute meist als Museumsstücke oder touristische Attraktionen und gewähren Einblick in die einfache Lebensweise vergangener Generationen. Die Gemeinde präsentiert sich als authentisches Dorf mit einem lebendigen Zentrum, in dem traditionelle Handwerkskunst noch gepflegt wird. Die umgebende Landschaft zeigt sich ausgesprochen üppig, mit dichten Wäldern und terrassierten Feldern, die Wein und Gemüse hervorbringen. Als Ausgangspunkt für Wanderungen in den Parque Natural da Madeira eignet sich Santana hervorragend, etwa für die Tour zur Queimadas und zum Caldeirão Verde. Die Unterkünfte reichen von rustikalen Landgasthöfen bis zu komfortablen Landhotels, die Ruhe und Naturverbundenheit versprechen. Im Sommer findet das traditionelle Folklore-Festival statt, bei dem Einheimische in Trachten tanzen und regionale Spezialitäten serviert werden. Santana bietet einen Kontrapunkt zum touristischen Süden und ermöglicht tiefe Einblicke in die authentische Kultur Madeiras.
Porto Santo : Die Nachbarinsel mit dem 9 km langen, goldenen Sandstrand
Nur eine kurze Fährfahrt oder einen Flug von Madeira entfernt, präsentiert sich Porto Santo als völlig andersartiges Inselparadies, dominiert von einem neun Kilometer langen, goldgelben Sandstrand, der zu den schönsten Europas zählt. Während Madeira mit dramatischen Bergen und üppiger Vegetation beeindruckt, zeichnet sich Porto Santo durch sanfte Hügel, trockenes Klima und ausgedehnte Dünenlandschaften aus. Der Praia de Porto Santo bietet ideale Bedingungen für Strandspaziergänge, Wassersport und entspannte Badetage, wobei das türkisblaue Wasser angenehm warm und flach abfallend ist. Die Insel verfügt über eine kompakte Hauptstadt, Vila Baleira, in der mehrere Hotels, Restaurants und das Haus des Seefahrers Christoph Kolumbus zu finden sind, der hier zeitweise lebte. Porto Santo eignet sich perfekt als Verlängerung eines Madeira-Aufenthalts, insbesondere für Gäste, die echtes Strandfeeling vermissen. Golfbegeisterte schätzen den anspruchsvollen 18-Loch-Platz mit Meerblick, während Wellnessfans die therapeutischen Eigenschaften des mineralhaltigen Sands nutzen. Die Anreise per Fähre dauert etwa zweieinhalb Stunden und bietet spektakuläre Ausblicke auf beide Inseln. Ein mehrtägiger Aufenthalt auf Porto Santo rundet Madeira-Ferien ab und zeigt die Vielfalt des Archipels.
Beste Reisezeit für Madeira
Ganzjahresziel : Warum Madeira auch im Schweizer Winter eine Reise wert ist
Das subtropische Klima Madeiras verwandelt die Insel in ein attraktives Ganzjahresziel, das sich besonders während der kalten Schweizer Wintermonate als lohnenswertes Reiseziel erweist. Selbst zwischen Dezember und Februar sinken die Temperaturen selten unter 15 Grad, während die Höchstwerte oft 20 Grad erreichen. Diese milden Bedingungen ermöglichen Wanderungen, Besichtigungen und Outdoor-Aktivitäten, die in der Schweiz zu dieser Jahreszeit undenkbar wären. Der Norden der Insel zeigt sich niederschlagsreicher als der geschützte Süden, wo Funchal und die meisten Resorts liegen, sodass sich auch in den Wintermonaten viele sonnige Tage geniessen lassen. Die Vegetation präsentiert sich ganzjährig grün und blühend, wobei insbesondere die Strelitzien und Proteas auch im Winter ihre Pracht entfalten. Für Aktivurlauber bietet der Winter den Vorteil geringerer Temperaturen bei anstrengenden Bergwanderungen, während die Hochlagen gelegentlich sogar eine dünne Schneedecke tragen können. Die Hotelpreise fallen in dieser Nebensaison moderater aus als im Frühling und Sommer, was zusätzliche Anreize schafft. Schweizer Reisende schätzen die kurze Flugzeit von etwa vier Stunden, die es ermöglicht, dem winterlichen Grau zu entfliehen und binnen weniger Stunden in eine frühlingshaft-milde Umgebung einzutauchen.
Das Blumenfest : Die Insel in voller Pracht erleben
Im späten Frühling, typischerweise Ende April oder Anfang Mai, verwandelt sich Madeira in ein einziges Blütenmeer und zelebriert dieses Naturschauspiel mit dem berühmten Festa da Flor. Während dieses mehrtägigen Festivals schmücken Tausende von Blüten die Strassen Funchals, kunstvolle Blumenteppiche bedecken Plätze und Kirchen, und prächtig dekorierte Festwagen ziehen durch die Hauptstadt. Kinder in traditionellen Trachten tragen Blumenkörbe und legen einen farbenprächtigen Wandteppich in der Kathedrale an, der aus Millionen einzelner Blütenblätter besteht. Die Atmosphäre strahlt Lebensfreude und Tradition aus, begleitet von Folklore-Aufführungen und kulinarischen Ständen. Botanikfreunde finden in dieser Zeit optimale Bedingungen vor, da nicht nur die kultivierten Gärten, sondern auch die wilde Landschaft in voller Blüte steht. Die Jacaranda-Bäume tauchen ganze Strassenzüge in ein lila Farbenmeer, während Hortensien an den Levadas in allen Schattierungen leuchten. Die Temperaturen bewegen sich angenehm zwischen 18 und 23 Grad, ideal für Wanderungen und Ausflüge. Allerdings sollte man bedenken, dass diese Hauptreisezeit auch mit höheren Hotelpreisen und grösseren Besucherströmen einhergeht. Wer die Insel in ihrer spektakulärsten Form erleben möchte, sollte frühzeitig buchen und sich auf ein farbenfrohes, lebendiges Madeira einstellen.
Wale & Delfine : Die besten Monate für Walbeobachtungen vor der Küste
Die Gewässer rund um Madeira gehören zu den besten Whale-Watching-Destinationen Europas, da hier ganzjährig verschiedene Wal- und Delfinarten anzutreffen sind. Besonders günstig erweisen sich die Monate zwischen April und Oktober, wenn Grindwale, Pottwale und verschiedene Delfinspezies in grösserer Zahl durch die Region ziehen. Die warmen Strömungen des Atlantiks locken auch Buckelwale und gelegentlich sogar Blauwale in die Nähe der Küste. Spezialisierte Anbieter starten täglich von Funchal und Calheta aus zu mehrstündigen Touren, bei denen erfahrene Biologen die Sichtungen kommentieren und Wissenswertes über die Meeressäuger vermitteln. Die Sichtungsquote liegt bei über 90 Prozent, was Madeira zu einem verlässlichen Ziel für Naturliebhaber macht. Neben den imposanten Walen begeistern vor allem die verspielten Gemeinen Delfine und Grossen Tümmler, die nicht selten das Boot begleiten und akrobatische Sprünge vorführen. Die ruhige See im Sommer erhöht den Komfort an Bord und die Wahrscheinlichkeit guter Sichtungen. Verantwortungsvolle Anbieter halten respektvollen Abstand zu den Tieren und folgen strengen Richtlinien zum Schutz der Meereslebewesen. Eine Walbeobachtungstour ergänzt die Landaktivitäten perfekt und offenbart eine weitere Facette der aussergewöhnlichen Biodiversität Madeiras.
Reiseplanung ab der Schweiz : Anreise & Logistik
Flugverbindungen : Direktflüge mit Edelweiss ab Zürich oder via Lissabon
Die Anreise nach Madeira gestaltet sich für Schweizer Reisende komfortabel und unkompliziert, da mehrere Verbindungen zur Verfügung stehen. Edelweiss Air bietet saisonale Direktflüge ab Zürich zum Flughafen Cristiano Ronaldo bei Funchal an, wobei die reine Flugzeit etwa vier Stunden beträgt. Diese Nonstop-Verbindung erweist sich als besonders bequem und zeitsparend, da umständliche Umstiege entfallen. Alternativ verbindet TAP Air Portugal die Flughäfen Genf, Zürich und Basel mit Madeira via Lissabon oder Porto, wobei die Gesamtreisezeit inklusive Umsteigezeit etwa sechs bis acht Stunden beträgt. Diese Variante bietet oft flexible Zeiten und kann preislich attraktiv sein. Auch andere europäische Carrier wie Lufthansa oder Swiss ermöglichen Verbindungen mit Umstieg in Frankfurt oder München. Der moderne Flughafen Madeiras gilt als einer der spektakulärsten Europas, da die Landebahn auf Stelzen ins Meer gebaut wurde und eine beeindruckende Ingenieurleistung darstellt. Nach der Landung stehen Mietwagen, Taxis und Shuttlebusse zur Weiterfahrt bereit. Die Fahrt vom Flughafen nach Funchal dauert etwa 20 Minuten, zu anderen Inselregionen entsprechend länger. Frühzeitige Buchungen sichern günstigere Tarife, insbesondere während der Hochsaison im Frühling und Sommer.
Mietwagen-Tipps : Warum ein Auto mit genügend PS für die steilen Strassen sinnvoll ist
Ein Mietwagen eröffnet die beste Möglichkeit, Madeiras vielfältige Landschaften flexibel und unabhängig zu erkunden, wobei einige spezifische Aspekte zu beachten sind. Die Strassen der Insel schlängeln sich oft in engen Serpentinen durch steile Berge, was ein Fahrzeug mit ausreichend Motorleistung empfehlenswert macht. Modelle mit mindestens 90 PS ermöglichen komfortables Befahren der Steigungen und sicheres Überholen langsamer Fahrzeuge. Die Hauptverkehrsachsen sind gut ausgebaut und asphaltiert, während Nebenstrassen gelegentlich eng und kurvenreich ausfallen. Besondere Vorsicht ist in den Tunneln geboten, von denen einige unbeleuchtet sind und überraschende Kurven aufweisen. Eine Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung verschafft zusätzliche Sicherheit angesichts der anspruchsvollen Streckenführung. Die meisten internationalen Autovermietungen wie Sixt, Europcar oder Hertz unterhalten Schalter am Flughafen, wobei eine Vorab-Reservierung günstigere Konditionen garantiert. Parkmöglichkeiten finden sich in Funchal sowohl in bewachten Parkhäusern als auch in blauen Zonen, die gebührenpflichtig sind. Bei Wanderungen empfiehlt sich das Parken auf ausgewiesenen Wanderparkplätzen, wobei Wertsachen niemals sichtbar im Fahrzeug zurückgelassen werden sollten. Der Schweizer Führerausweis wird problemlos anerkannt, und das Fahren erfolgt wie in der Schweiz auf der rechten Strassenseite.
Einreise : Unkompliziert mit der ID oder dem Reisepass für Schweizer
Die Einreise nach Portugal und damit auch nach Madeira gestaltet sich für Schweizer Staatsangehörige unkompliziert, da die Schweiz zum Schengen-Raum gehört. Es genügt die Mitführung eines gültigen Personalausweises oder Reisepasses, wobei beide Dokumente während des gesamten Aufenthalts gültig sein müssen. Kinder benötigen eigene Ausweisdokumente. Visa sind für touristische Aufenthalte bis zu 90 Tagen nicht erforderlich. Zollvorschriften entsprechen den EU-Standards, wobei Waren für den persönlichen Gebrauch in üblichen Mengen eingeführt werden dürfen. Besondere Einfuhrbeschränkungen gelten für Lebensmittel tierischer Herkunft, die nicht aus EU-Ländern stammen. Die Schweizer Krankenversicherung deckt medizinische Behandlungen in Portugal ab, wobei eine Auslandskrankenversicherung für umfassenden Schutz empfehlenswert ist. Die europäische Krankenversicherungskarte sollte mitgeführt werden. Madeira wendet die Westeuropäische Zeit (WET) an, die der Schweizer Zeit eine Stunde hinterherhinkt, im Sommer gilt die Sommerzeit (WEST). Die Währung ist der Euro, der auch in der Schweiz problemlos vor Reiseantritt gewechselt oder am Bankomaten auf Madeira bezogen werden kann. Kreditkarten werden weitgehend akzeptiert, wobei Bargeld für kleine Cafés und Märkte sinnvoll ist. Die portugiesische Sprache dominiert, doch in touristischen Bereichen wird häufig Englisch gesprochen.
Kulinarik : Genuss auf Madeirisch
Espetada & Espada : Rindfleisch am Lorbeerspiess und der schwarze Degenfisch mit Banane
Die madeirensische Küche präsentiert sich bodenständig, aromatisch und geprägt von lokalen Produkten, wobei zwei Gerichte besonders hervorstechen. Die Espetada besteht aus grossen Rindfleischwürfeln, die an einem Lorbeerzweig aufgespiesst und über offenem Feuer gegrillt werden. Der Lorbeerzweig verleiht dem Fleisch ein charakteristisches, würziges Aroma, das durch grobes Meersalz und Knoblauch intensiviert wird. Serviert wird die Espetada häufig hängend an einem speziellen Gestell, begleitet von Bolo do Caco, einem traditionellen Fladenbrot aus Süsskartoffelteig, das mit Knoblauchbutter bestrichen ein unverzichtbares Element jeder madeirensischen Mahlzeit darstellt. Der zweite kulinarische Star ist der Espada, ein tiefschwarz schimmernder Degenfisch, der in den Tiefen des Atlantiks gefangen wird und durch sein zartes, weisses Fleisch besticht. Die klassische Zubereitung kombiniert den gegrillten oder gebratenen Fisch mit gebratener Banane, eine ungewöhnliche, aber harmonische Kombination, die süsse und salzige Noten vereint. Ergänzt wird das Gericht oft mit Maracuja-Sauce, die eine fruchtige Frische beisteuert. Beide Spezialitäten repräsentieren die authentische Esskultur Madeiras und sollten in den zahlreichen traditionellen Restaurants probiert werden, die von familiären Tascas bis zu gehobenen Lokalen reichen.
Madeira-Wein : Ein Besuch in einer traditionsreichen Weinkellerei
Der Madeirawein geniesst Weltruhm und stellt eine der bedeutendsten Exportgüter der Insel dar, dessen Geschichte bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht. Dieser aufgespritete Wein durchläuft einen einzigartigen Herstellungsprozess, bei dem er erhitzt und oxidiert wird, was ihm seine charakteristische bernsteinfarbene Tönung und komplexe Aromen von Karamell, Nüssen und Trockenfrüchten verleiht. Die bekanntesten Sorten tragen die Namen Sercial, Verdelho, Bual und Malvasia, die sich in Süsse und Struktur unterscheiden. Ein Besuch in einer der traditionsreichen Weinkellereien wie Blandy's, Pereira d'Oliveira oder Henriques & Henriques gewährt faszinierende Einblicke in die Lagerung und Reifung dieses besonderen Weins. In alten Eichenfässern ruhen Jahrgänge, die teilweise über hundert Jahre alt sind und zu den kostbarsten Tropfen der Weinwelt zählen. Geführte Touren erklären die Produktionsschritte, zeigen historische Kellergewölbe und münden in eine Degustation verschiedener Stile. Der Madeirawein eignet sich sowohl als Aperitif in der trockenen Variante als auch als Digestif oder Dessertwein in den süsseren Ausführungen. Als Mitbringsel für Weinliebhaber in der Heimat erweist sich eine hochwertige Flasche Madeirawein als stilvolles und geschmacklich einzigartiges Souvenir.
Poncha : Das Nationalgetränk aus Zuckerrohrschnaps, Honig und Zitrone
Wer das authentische Madeira erleben möchte, kommt an der Poncha nicht vorbei, dem Nationalgetränk der Insel, das in nahezu jeder Bar und jedem Restaurant serviert wird. Dieses traditionelle Mixgetränk basiert auf Aguardente de Cana, einem klaren Zuckerrohrschnaps, der mit frisch gepresstem Zitronensaft und Bienenhonig vermischt und kräftig in einem speziellen Holzstössel verrührt wird. Das Ergebnis präsentiert sich erfrischend, süss-säuerlich und deutlich hochprozentig, weshalb ein genussvoller, aber vorsichtiger Umgang empfohlen wird. Regionale Varianten ergänzen die Grundrezeptur mit exotischen Früchten wie Maracuja, Ananas oder Tamarillo, was die Poncha zu einem vielseitigen Getränk macht. Besonders populär ist die Poncha in den Fischerdörfern wie Câmara de Lobos, wo Fischer traditionell nach getaner Arbeit mit einem Glas Poncha den Tag ausklingen liessen. Heute gehört das Getränk zur geselligen Kultur und wird gerne in gemütlicher Runde genossen, oft begleitet von Lapas, gegrillten Napfschnecken, oder anderen Petiscos, den portugiesischen Tapas. Die Poncha verkörpert die gesellige, lebensfreudige Mentalität der Madeirer und bietet Reisenden eine geschmackvolle Möglichkeit, in die lokale Lebensart einzutauchen.
Madeira für Aktive : Trailrunning, Biken & Canyoning
In den vergangenen Jahren hat sich Madeira zu einem Hotspot für ambitionierte Sportler entwickelt, die die Insel als ideales Terrain für anspruchsvolle Outdoor-Aktivitäten schätzen. Besonders das Trailrunning erfreut sich wachsender Beliebtheit, nicht zuletzt dank des renommierten Madeira Island Ultra Trail (MIUT), der jährlich im April internationale Läufer anzieht. Die Strecken führen über schmale Levada-Pfade, steile Bergflanken und durch dichte Lorbeerwälder, wobei Höhendifferenzen von mehreren tausend Metern bewältigt werden. Die abwechslungsreiche Topografie fordert Ausdauer und Trittsicherheit, belohnt jedoch mit spektakulären Ausblicken und intensiven Naturerlebnissen. Mountainbiker finden ebenfalls optimale Bedingungen vor, da ein wachsendes Netz an Trails unterschiedliche Schwierigkeitsgrade bietet, von flüssig verlaufenden Forstwegen bis zu technisch anspruchsvollen Singletrails. Mehrere Anbieter organisieren geführte Bike-Touren und stellen hochwertige Räder zur Verfügung. Für Adrenalinjunkies eröffnet Canyoning eine weitere Dimension des Inselerlebnisses : Spezialisierte Guides führen durch wilde Schluchten, in denen man sich abseilend, springend und schwimmend durch kristallklare Wasserbecken und über glatte Felsrutschen bewegt. Die Touren variieren in Schwierigkeit und Dauer, sodass sowohl Einsteiger als auch erfahrene Canyonisten passende Angebote finden. Diese Aktivitäten unterstreichen Madeiras Charakter als Paradies für Aktivurlauber, die Herausforderung und Naturschönheit miteinander verbinden möchten.
Unsere Top-Reisen auf Madeira
1. Studios By Aqua Natura Hotels 4*

Die Studios By Aqua Natura Hotels 4* präsentieren sich als moderne, stilvolle Unterkunft, die höchsten Komfort mit durchdachtem Design vereint. In bevorzugter Lage bietet diese Anlage geräumige Studios mit vollausgestatteter Küchenzeile, was besonders für längere Aufenthalte oder Gäste, die gelegentlich selbst kochen möchten, attraktiv ist. Der Pool-Bereich lädt zum Entspannen ein, während die herzliche Gastfreundschaft des Teams für ein rundum angenehmes Wohlfühlambiente sorgt. Die unmittelbare Nähe zu Restaurants, Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln garantiert Flexibilität bei der Tagesgestaltung. Gäste schätzen die Kombination aus Selbstversorgungsmöglichkeit und Hotelannehmlichkeiten, die einen entspannten Aufenthalt mit individueller Freiheit ermöglicht.
2. Hotel Pestana Fisherman Village 5*

Das Hotel Pestana Fisherman Village 5* verkörpert maritimen Charme in exquisiter Form und empfängt seine Gäste in einem architektonisch an ein traditionelles Fischerdorf angelehnten Resort. Die farbenfrohen Gebäude gruppieren sich um einen zentralen Platz mit Brunnen, Restaurants und Bars, was eine mediterrane Atmosphäre schafft. Die Zimmer präsentieren sich geschmackvoll eingerichtet, viele verfügen über Balkon oder Terrasse mit Meerblick. Der direkte Zugang zum Meer, mehrere Pools sowie ein umfangreiches Wellness-Angebot machen das Resort zu einem idealen Ort für anspruchsvolle Gäste, die Entspannung und Genuss suchen. Die gehobene Gastronomie und der erstklassige Service runden das Angebot ab und garantieren unvergessliche Ferientage in stilvollem Ambiente.
3. Hotel Madeira Panoramico 4*

Das Hotel Madeira Panoramico 4* thront auf den Anhöhen oberhalb Funchals und bietet einen atemberaubenden Panoramablick über die Hauptstadt und den weiten Atlantik. Diese erhöhte Lage garantiert Ruhe und spektakuläre Aussichten, während die Innenstadt binnen kurzer Fahrt erreichbar bleibt. Die Zimmer präsentieren sich hell und freundlich, viele mit privatem Balkon, von dem aus sich der Sonnenuntergang über dem Meer geniessen lässt. Der grosszügige Pool-Bereich mit Sonnenterrassen lädt zum Verweilen ein, während das hoteleigene Restaurant regionale und internationale Küche serviert. Das ausgezeichnete Preis-Leistungs-Verhältnis macht das Madeira Panoramico zu einer beliebten Wahl für Gäste, die Komfort, herrliche Aussichten und Nähe zu den Attraktionen Funchals schätzen.
Häufige Fragen zu Madeira Ferien (FAQ) :
Wie lange fliegt man von Zürich nach Madeira ?
Die Flugdauer ab Zürich nach Madeira beträgt bei Direktflügen etwa vier Stunden. Bei Verbindungen mit Zwischenstopp in Lissabon oder anderen europäischen Drehkreuzen verlängert sich die Gesamtreisezeit auf sechs bis acht Stunden, abhängig von den Umsteigezeiten.
Gibt es auf Madeira Sandstrände ?
Madeira verfügt aufgrund seiner vulkanischen Natur hauptsächlich über Kiesel- und Felsküsten. Künstlich angelegte Sandstrände finden sich in Calheta und Machico, während die Nachbarinsel Porto Santo mit einem neun Kilometer langen, natürlichen Sandstrand aufwartet.
Ist Madeira teuer für Schweizer ?
Das Preisniveau auf Madeira liegt deutlich unter dem der Schweiz, was die Insel zu einem attraktiven Reiseziel mit hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis macht. Mahlzeiten in lokalen Restaurants, Unterkünfte und Aktivitäten sind erschwinglich, während gehobene Hotels und Michelin-empfohlene Restaurants entsprechend höhere Preise aufweisen.
Braucht man auf Madeira Wanderschuhe ?
Wanderschuhe mit gutem Profil und Knöchelstütze sind für die meisten Wanderungen auf Madeira dringend empfohlen. Die Levada-Pfade können rutschig sein, Bergtouren erfordern Trittsicherheit, und festes Schuhwerk erhöht die Sicherheit und den Komfort erheblich.